Der Mercedes SEC der Baureihe W126 ist Kult - als traumhafter Klassiker im seriösen Bestzustand genauso wie die Unmengen an halbseiden modifizierten Exemplare im Kiez-Größen-Look. Was passiert, wenn US-Tuner Renntech, bekannt für seine extremen Mercedes-Umbauten, und der SEC zusammenkommen, sehen Sie hier. Zwölf Exemplare ihres SEC-Restomods wollen die Amerikaner insgesamt aufbauen. Jedes Auto wird individuell nach Kundenwunsch gefertigt und erhält den legendären M120-V12. Und ja, das ist die Maschine, die auch im Pagani Zonda und im Mercedes CLK GTR zum Einsatz kommt. Renntech SEC V12 Widebody Der frei saugende 7,5-Liter-V12 leistet 660 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 881 Nm. Gekoppelt ist er an ein speziell entwickeltes manuelles Transaxle-Getriebe. Der komplett aus Aluminium gefertigte Motor verfügt zudem über gleich lange Abgaskrümmer. Für Verzögerung sorgen Carbon-Keramik-Bremsen, die sich hinter geschmiedeten zweiteiligen Rädern verbergen. Das Motor-Upgrade geht mit einer vollständigen Frame-off-Restaurierung eines jeden Autos einher. Zusätzlich erhält das Fahrzeug ein Widebody-Kit, das Aerodynamik, Kühlung und Hochgeschwindigkeitsstabilität des SEC verbessern soll. Mercedes baute den SEC von 1979 bis 1991. Im Laufe der Bauzeit standen mehrere Motoren zur Wahl – darunter Fünfzylinder- und Sechszylinder-Reihenmotoren sowie V8-Aggregate – jedoch nie ein V12. Eine S-Klasse mit mehr als acht Zylindern gab es erst mit der dritten Generation W140. Hier sehen Sie den SEC im Original-Look: Bildergalerie: Mercedes SEC C 126 (1981-1991) Renntech zufolge soll der erste SEC 12 Widebody im Dezember 2027 ausgeliefert werden. Motor1 meint: Wer SEC plus Breitbau hört, denkt wohl zuerst an die legendär-zweifelhaften König-Umbauten der 80er- und 90er-Jahre. So wie das hier aussieht, verfolgt Renntechs Neuinterpretation jedoch einen deutlich anderen Ansatz. Hier scheint es mehr um Performance als um maximale Aufmerksamkeit zu gehen. Alleine die Ankündigung eines 7,5-Liter-Zwölfzylinders in Verbindung mit einem manuellen Getriebe dürfte bei den meisten Enthusiasten bereits Gänsehaut pur auslösen. Wir können es kaum erwarten, das fertige Produkt zu sehen und vor allem zu hören.