Der neue Audi RS 5 feierte im Februar unter erstaunlich großer Anteilnahme der Öffentlichkeit seine Premiere. Zwei Dinge stachen dabei besonders ins Auge. Sein drastisches Gewicht von nahezu 2,4 Tonnen sowie die Tatsache, dass er weiterhin auf einen V6 vertraut. Während etwa Mercedes den C 63 mit einem technisch anspruchsvollen Vierzylinder für die Kundschaft ruinierte, kam für Audi beim RS 5 ein Vierzylinder nicht ansatzweise in Betracht. Rolf Michl, Geschäftsführer von Audi Sport, sagte gegenüber Edmunds, man habe „nicht eine einzige Sekunde“ darüber nachgedacht, den RS 5-Motor downzusizen. Man habe in einer frühen Entwicklungsphase zwar einen RS 5 als Vollhybrid (ohne Plug-in) in Erwägung gezogen, verwarf die Idee jedoch nach Fahrten mit Plug-in-Prototypen. 2026 Audi RS5 Laut Steffen Bamberger, Leiter Forschung und Entwicklung bei Audi, seien die Gewichtsvorteile nicht groß genug gewesen, um die Einschränkungen einer Hybrid-Variante zu rechtfertigen. Bamberger sagte der Publikation, dass „eine Reichweite von 9,7 Kilometern keine realistische Offerte für den Kunden“ sei – zumal das HEV-System auch bis zu 150 Kilogramm wiegen kann. Der neue RS 5 kombiniert nun einen 2,9-Liter-Biturbo-V6 mit einem Elektromotor. Die Systemleistung liegt bei 639 PS und 825 Nm Drehmoment. Auch wenn das Gewicht gegenüber der Vorgänger-Generation um mehr als 500 Kilo zugelegt hat, sind die Fahrleistungen besser geworden. Der neue RS 5 beschleunigt in 3,6 Sekunden von 0-100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 285 km/h. Sein für den Plug-in-Hybridantrieb nötiges 400-Volt-System ermöglicht ihm zudem den Einsatz eines neuartigen elektromechanischen Torque Vectoring-Systems an der Hinterachse, das die Fahrdynamik spürbar verbessern soll. In gut drei bis vier Wochen werden wir Ihnen die ersten Fahreindrücke des neuesten Audi Sport-Sprosses schildern können. Bildergalerie: Audi RS 5 Avant (2026) Motor1 meint: Es ist erfreulich, dass Audi dem Beispiel von Mercedes-Benz nicht gefolgt ist und den RS5-Motor verkleinert hat. Genau das wollen Enthusiasten nicht – gleichzeitig stehen viele auch der Elektrifizierung und dem damit einhergehenden Mehrgewicht skeptisch gegenüber. Der RS5 ist schwer und stark, genau wie seine Wettbewerber.