Das Autojahr 2025 war für Audi ein Jahr des Übergangs – geprägt von schwierigen Rahmenbedingungen. Insgesamt übergaben die Ingolstädter weltweit 1.623.551 Fahrzeuge an Kunden. Das entspricht einem Rückgang von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zur Einordnung: Mercedes-Benz konnte im letzten Jahr 1.800.800 Autos (ohne Nutzfahrzeuge) absetzen, die Zahlen von BMW liegen aktuell noch nicht vor. Angesichts einer der größten Produktoffensiven in der Geschichte der Ingolstädter mit den Neuauflagen von Q3, Q5, A5, A6, A6 e-tron und Q6 e-tron (teils kamen die Modelle bereits Ende 2024 auf den Markt), wirkt das Ergebnis enttäuschend, doch der reine Blick auf die Jahresbilanz täuscht etwas über die aktuelle Dynamik hinweg. Audi Q3 (2025) Audi A6 (2026) Bilder von: Audi Seit September 2025 lagen die weltweiten Auslieferungen in jedem Einzelmonat über dem Vorjahreswert. Audi spricht hier von einem "klaren Aufwärtstrend", der sich auch in den Auftragsbüchern niederschlägt. In Westeuropa lagen die Bestellungen im Gesamtjahr mehr als 13 Prozent über dem Vorjahr, bei den elektrischen Modellen sogar um satte 58 Prozent. Der Lichtblick des Jahres 2025 ist also eindeutig die Elektromobilität. Die vollelektrischen Modelle erreichten einen neuen Rekordwert: Die Auslieferungen kletterten um rund 36 Prozent auf über 223.000 Einheiten. Treibende Kräfte waren hierbei die neuen PPE-Modelle (Premium Platform Electric). Der Audi Q6 e-tron fand 84.000 Abnehmer, der Audi A6 e-tron kam auf 37.000 Einheiten. "Unsere Produktoffensive kommt auf die Straße, was sich auch sukzessive in den Auslieferungen widerspiegelt", kommentiert Vertriebsvorstand Marco Schubert. "2025 konnten wir vor allem ein Plus bei Elektromodellen erzielen." Der Blick auf die Weltkarte zeigt deutliche Unterschiede. Im Heimatmarkt Deutschland konnte Audi entgegen dem globalen Trend zulegen. Über 206.000 Fahrzeuge wurden ausgeliefert (+4 Prozent). Rund 41.000 davon waren vollelektrisch – ein massives Plus von 89 Prozent. Auch im restlichen Europa (ohne Deutschland) hielt sich Audi stabil auf Vorjahresniveau mit mehr als 464.000 Einheiten. Hier stieg der EV-Absatz um rund 40 Prozent auf knapp 113.000 Fahrzeuge. Schwieriger sah es in Übersee aus. In Nordamerika sank der Absatz um 12 Prozent auf 202.000 Einheiten, was Audi auch mit der amerikanischen Zollpolitik begründet. Dennoch gab es auch hier einen EV-Rekord: Knapp 33.000 Stromer bedeuten ein Plus von 15 Prozent. Kanada glänzte sogar mit einem Gesamtrekord von 37.000 Auslieferungen (+11 Prozent). In China bleibt der Wettbewerb brutal. Audi lieferte im Reich der Mitte knapp 618.000 Fahrzeuge aus (–5 Prozent), betont aber, die Führungsposition im Kernwettbewerb behauptet zu haben. Für 2026 setzt man hier auf eine massive Modelloffensive mit spezifischen China-Modellen wie dem A6L e-tron und dem AUDI E7X. AUDI E7X (2026) Entgegen dem Wachstumstrend bei den Hauptwettbewerbern Mercedes-AMG und BMW M musste die Performance-Tochter Audi Sport einen Dämpfer hinnehmen: Rund 36.000 ausgelieferte Fahrzeuge bedeuten ein Minus von 13 Prozent. Der Grund ist hier laut Audi hausgemacht: man nennt eine begrenzte Verfügbarkeit durch Modellwechsel. Der RS 4-Nachfolger RS 5 etwa kommt erst 2026 auf den Markt. Gleiches dürfte für den Nachfolger des extrem beliebten RS 6 gelten. Erfreulich lief es in den sogenannten Übersee- und Wachstumsmärkten. Hier stieg der Absatz um rund 6 Prozent auf knapp 134.000 Einheiten. Märkte wie die Türkei (+28 Prozent), Ägypten (+21 Prozent) und Argentinien (+77 Prozent) zeigten starkes Wachstum. Auch in Polen, Dänemark und der Türkei wurden historische Bestwerte erzielt.