Erlkönige hatten es bereits angekündigt, jetzt macht es Audi offiziell: Im Herbst 2026 erweitert die Marke ihr Modellprogramm um den neuen A2 e-tron und positioniert damit erstmals einen rein elektrischen Einstieg in das Kompaktsegment. Das Fahrzeug wird am Standort Ingolstadt produziert und markiert einen weiteren Schritt in der strategischen Neuausrichtung hin zur Elektromobilität. Parallel dazu deutet eine erste Designskizze bereits die grundlegende Silhouette des Modells an. Bildergalerie: Audi A2 e-tron (2026), das Rendering von Motor1.com Die Ankündigung erfolgte im Rahmen der Annual Media Conference, auf der Vorstandsvorsitzender Gernot Döllner eine neue elektrische Modellfamilie vorstellte. Der A2 e-tron soll gezielt Anforderungen des Alltags erfüllen und dabei Effizienz, kompakte Abmessungen sowie eine klare gestalterische Positionierung verbinden. Ziel ist es, den Zugang zur elektrischen Mobilität innerhalb der Marke Audi zu erleichtern und stärker auf die Bedürfnisse einer breiteren Kundengruppe auszurichten. Soweit die offizielle Verlautbarung. Das erste Teaserbild lässt zwei Dinge bereits erkennen: Erstens bekommt der A2 e-tron einen ähnlichen Heckabschluss wie sein Namenspate von 1999. Zweitens wird wohl der bald zum ID.3 Neo massiv überarbeitete VW ID.3 die technische Grundlage. Ergo darf man eine Länge von ungefähr 4,25 Meter erwarten. Der A2 e-tron richtet sich Audi zufolge an eine internationale Zielgruppe, die diese Eigenschaften erwartet und zugleich einen Einstieg in das Premiumsegment sucht. Innerhalb des Portfolios soll das Fahrzeug eine Verjüngung bewirken und neue Kundengruppen erschließen. Audi A2 (1999-2005) Die Wahl der Typbezeichnung ist bewusst getroffen. Sie knüpft an den früheren Audi A2 an, der vor mehr als 25 Jahren als technologisch orientiertes Fahrzeug mit Fokus auf Effizienz und urbane Nutzung eingeführt wurde. Der A2 e-tron überträgt diesen Ansatz in das elektrische Zeitalter und entwickelt ihn konzeptionell weiter. Die Produktion in Ingolstadt unterstreicht die Bedeutung des Modells für den Standort Deutschland. Mit der Fertigung einer weiteren vollelektrischen Baureihe setzt Audi die Transformation seiner Werke fort und sichert industrielle Kapazitäten im Inland. Gleichzeitig wird das Ziel verfolgt, Elektromobilität aus deutscher Produktion im Markt zu etablieren. Nach einer umfassenden Modelloffensive in den Jahren 2024 und 2025, in deren Verlauf mehr als 20 neue Fahrzeuge eingeführt wurden, sieht sich Audi mit einem vergleichsweise jungen Portfolio im Wettbewerb positioniert. Für das Jahr 2026 ist eine Fortsetzung dieser Strategie vorgesehen. Neben dem A2 e-tron im Kompaktsegment wird mit dem Q9 auch eine Baureihe im oberen Marktbereich eingeführt, wodurch das Angebot sowohl nach unten als auch nach oben erweitert wird.