Letzte Woche bescherte uns Opel den ersten kleinen Teaser zu seinem kommenden Elektro-Hot Hatch, dem Corsa GSE. Jetzt wurde ein Prototyp des Corsa OPC-Nachfolgers bei Testfahrten gesichtet. Der Erlkönig gewährt uns einen fast ungetarnten Blick auf das Design des neuen Spaßbringers. Er soll noch in diesem Jahr enthüllt werden. Obwohl die auffällige GSE-Folierung des Prototyps noch einige Details verschleiert, ist eines offensichtlich: Dieser Corsa tritt deutlich aggressiver auf als der normale Corsa Electric. Besonders ins Auge fallen der Frontsplitter und die Radlaufverbreiterungen. Etwas tiefer sieht er ebenfalls aus, was die dynamischen Ambitionen unterstreicht. Die Dreispeichen-Räder sitzen recht bündig in den Radkästen und wenn man genauer hinsieht, erkennt man auch, dass wohl ein wenig am Sturz gearbeitet wurde, was das Einlenkverhalten optimieren dürfte. Ein Blick durch die Seitenscheiben verrät zudem, dass der Corsa GSE wohl die gleichen einteiligen Schalensitze erhält wie der technisch eng verwandte Mokka GSE. Opel hat die technischen Daten für den Corsa GSE noch nicht offiziell bestätigt. Da er jedoch auf der gleichen Technik basiert wie die übrigen geschärften Versionen im Stellantis-Konzern, dürfte er den bekannten Antriebsstrang übernehmen: Einen an der Vorderachse montierten Elektromotor mit 206 kW (280 PS) in Kombination mit einem mechanischen Torsen-Sperrdifferenzial. Ähnlich wie bei den Performance-Geschwistern im Konzern (etwa dem Alfa Romeo Junior Veloce) erwarten wir ein umfassend überarbeitetes Fahrwerk: Neue Achsschenkel an der Vorderachse, um Platz für breitere Räder zu schaffen, eine direktere Lenkung, neue Stabilisatoren vorne und hinten sowie straffere Buchsen an der Hinterachse. Bildergalerie: Opel Corsa GSE (2026) Erlkönig Da der Corsa GSE deutlich kleiner ist als ein Mokka oder ein Alfa Junior, dürfte er deren Gewicht (oft um die 1.600 kg) unterbieten. Das könnte nicht nur der Agilität zugutekommen, sondern auch einen leichten Reichweitenvorteil gegenüber den ca. 320 bis 330 Kilometern der Schwestermodelle bringen. Der Corsa GSE ist der jüngste in einer langen Reihe kompakter Sportler aus Rüsselsheim. Er ist jedoch der erste echte Hot Hatch der Marke seit der Einstellung des Corsa OPC im Jahr 2018. Weitere Details werden erwartet, wenn der Stromer im Sommer oder Herbst dieses Jahres offiziell enthüllt wird. Preislich dürfte der Top-Corsa ambitioniert positioniert sein. Der Mokka GSE startet (ohne Prämie) bei gut 47.000 Euro. Um die 40.000 Euro wird man da mindestens auch für einen Corsa GSE hinlegen müssen. Zum Vergleich: der E-Kompaktsportler-Konkurrent Alpine A290 startet mit 220 PS bei 42.200 Euro. Der Corsa ist nicht allein: Stellantis rollt den 280-PS-Antriebsstrang derzeit breit aus. Neben dem Abarth 600e und dem Alfa Romeo Junior Elettrica Veloce wird für dieses Jahr auch noch der neue Peugeot 208 GTi erwartet. Laut Opel erfolgt der Bestellstart für den Corsa GSE noch in diesem Jahr. Die Auslieferungen dürften dann Ende 2026 oder Anfang 2027 beginnen.