Bereits im Mai 2023 schaffte Cupra, die einstige Performance-Tochter von Seat, Klarheit über die Zukunft ihrer elektrischen Kleinwagen-Studie: Das radikale Konzeptfahrzeug "UrbanRebel" wird unter dem Namen Cupra Raval in Serie gehen. Benannt ist der Kleinwagen nach einem lebendigen Viertel im Herzen Barcelonas. Nun wurden Prototypen des Fahrzeugs erstmals völlig ungetarnt bei Testfahrten im hohen Norden Skandinaviens gesichtet. Der Cupra Raval teilt sich seine technische Basis mit dem kommenden VW ID. Polo (die Serienversion der Studie ID.2all). Beide Fahrzeuge werden im spanischen Martorell vom Band laufen und nutzen die neue MEB Entry-Plattform. Im Gegensatz zum größeren Cupra Born oder dem VW ID.3, die standardmäßig über Heckantrieb verfügen, setzt die Einstiegsplattform konsequent auf Frontantrieb. Eine Seat-Version ist übrigens nicht geplant. Bildergalerie: Cupra Raval (2026) Erlkönig Cupra hat bereits die Abmessungen des Neulings verraten: Der Radstand liegt bei 2.600 mm und ist damit 17 cm kürzer als beim VW ID.3, ID.4 oder Cupra Born. Mit 4.046 mm Länge, 1.784 mm Breite und 1.518 mm Höhe liegt der Raval ungefähr auf dem Niveau des Seat Ibiza mit Verbrenner. Dieser darf übrigens noch lange weiterleben. Cupra bleibt dabei seinem Ruf als sportlicher Ableger des Volkswagen-Konzerns treu: Während VW beim ID. Polo eher auf zeitloses Design setzt, zeigt der ungetarnte Raval-Prototyp eine aggressive Optik. Ein markanter Heckdiffusor, ein großer unterer Kühlergrill und die charakteristischen dreieckigen Scheinwerfer verleihen dem Spanier eine deutlich dynamischere Präsenz. Auffallend auch: Der Raval hat ausklappbare bündige Türgriffe, während der ID. Polo zumindest vorne eine klassische Bügellösung hat. Cupra Raval (2026) Erlkönig In Sachen Leistung will Cupra Maßstäbe setzen. Während die erste UrbanRebel-Studie noch utopische Spitzenwerte von bis zu 320 kW (435 PS) versprach, orientiert sich die Serienversion an der realistischeren zweiten Iteration mit 166 kW (226 PS). Damit liegt der Raval auf Augenhöhe mit dem ID. Polo GTI. Aber es geht ein wenig ziviler los. Der Basispreis steht schon auf der Website von Cupra: 25.950 Euro. Der Cupra Raval startet mit Frontantrieb und drei Modellvarianten (Dynamic, Dynamic Plus, VZ Extreme). Die Varianten bieten 155 kW bzw. 166 kW (VZ Extreme) und erreichen bis zu 175 km/h. Zum Start dient ein 56-kWh-Akku (NMC) für bis zu 450 km Reichweite, womit der Raval den Renault 5 (405 km) übertrifft. Ein günstigeres Basismodell mit weniger Leistung und einem kleineren 38-kWh-LFP-Akku ist für einen späteren Zeitpunkt geplant. Geladen wird der Raval mit einer Spitzenleistung von bis zu 125 kW. Cupra Raval (2026) Erlkönig Der Raval erhält anders als die übrigen Autos auf der gleichen Plattform serienmäßig ein Sportfahrwerk, das 15 mm tiefer liegt sowie eine Progressivlenkung. Das teilte Cupra bereits im September mit. Zur Ausstattung der VZ-Version gehören auch adaptive Dämpfer (DCC), ein elektronisches Sperrdifferenzial, einen ESC-off-Modus, 19-Zoll-Räder mit breiteren 235-mm-Reifen und Schalensitze. Zudem sind der Travel Assist mit assistiertem Spurwechsel und Ampelerkennung, der Intelligent Park Assist und ein 360-Grad-Rundumsicht-System an Bord.