Cupra schickt im Sommer 2026 den Raval auf die Straße. Das Elektro-Schwestermodell des VW ID. Polo setzt auf eine auffällige Optik mit aggressiver Front, illuminierten Logos und bündigen Türgriffen. Erste Eindrücke bei einer statischen Vorab-Präsentation zeigen: Der Kleinwagen will optisch ein sportlicher Rebell sein, teilt sich unter dem markanten Blech aber viel mit dem Elektro-Polo von Volkswagen. Platzangebot und Innenraum Die Alltagstauglichkeit des lediglich 4,05 Meter kurzen Fahrzeugs überrascht positiv. Durch den Frontantrieb und eine platzsparende Verbundlenker-Hinterachse fasst der Kofferraum beachtliche 430 bis 1.344 Liter – deutlich mehr als beim über 25 Zentimeter längeren Cupra Born. Ein tiefer Einlegeboden im Heck erinnert zudem an die praktische Megabox des Ford Puma Gen-E. Auch Passagiere um die 1,75 Meter finden im Fond ausreichend Bein- und Kopffreiheit. Im Cockpit blickt man auf ein 10,25 Zoll großes Instrumentendisplay und einen 12,9-Zoll-Touchscreen. Erfreulich sind die echten physischen Tasten am Lenkrad. Doch die erhöhte Sitzposition passt kaum zum fahrerorientierten, sportlichen Anspruch der Marke. Die dynamische Ambientebeleuchtung beindruckte jedoch. Punkten kann der Spanier auch mit den vielen Individualisierungsmöglichkeiten. So gibt es schicke Felgen, verschiedene Außenoptiken und wahlweise Schalensitze aus recyceltem Polyester, Mikrofaser oder veganem Leder. Antriebe und Fahrwerk Der Raval startet zunächst in zwei starken Versionen: als Endurance mit 155 kW (211 PS) und als VZ mit 166 kW (226 PS). Später folgen Einstiegsmodelle mit 85 kW (116 PS) sowie mit 99 kW (135 PS). Die maximale Ladeleistung liegt je nach Modell bei bis zu 130 kW. Standardmäßig an Bord ist bei allen Versionen die praktische Vehicle-to-Load-Funktion (V2L) zur Stromversorgung externer Geräte. Fahrwerksseitig bietet Cupra eine straffere Abstimmung. Der Raval liegt 15 Millimeter tiefer als das VW-Pendant und bietet eine progressive Lenkung. Dennoch bleibt die erwähnte Verbundlenker-Hinterachse ein spürbarer Kompromiss zugunsten des Kofferraumvolumens; eine Mehrlenkerachse wäre fahrdynamisch möglicherweise die bessere Wahl gewesen. Das Topmodell VZ versucht dies mit adaptiven Dämpfern (DCC) und einem elektronischen Sperrdifferenzial auszugleichen. Insgesamt kombiniert der neue Cupra Raval die Technik des VW ID. Polo mit einem extrovertierten Design, viel Stauraum und einem vielversprechenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Den Raval gibt es ab 25.950 Euro; das dürfte sich aber auf die Einstiegsmotorisierung mit 85 kW beziehen. Alle weiteren technischen Spezifikationen, Details zur Batterie und eine umfangreiche Bildergalerie finden Sie im ausführlichen Bericht zum Cupra Raval auf InsideEVs.de.