Für den Cupra Born steht 2026 ein Facelift an. Bevor die neue Optik kommt, muss sich das aktuelle Elektroauto noch einmal beweisen. Im Testfokus steht die Variante mit 170 kW (231 PS) und 60-kWh-Batterie. Diese Kombination ist neu nicht mehr bestellbar, aber als Bestandsfahrzeug verfügbar. Ein Winter-Check über 460 Kilometer bei Temperaturen um den Gefrierpunkt klärt, was der Spanier im Alltag leistet. Optisch wirkt der Born deutlich dynamischer als sein Konzernbruder VW ID.3. Front und Diffusor sorgen für einen sportlichen Auftritt. Im Innenraum gefallen die Sitze und das mittlerweile stabil laufende Infotainment. Kritik verdienen die Touchtasten am Lenkrad, die oft unabsichtlich ausgelöst werden. Da ein Frunk fehlt, nimmt das Ladekabel Platz im 385 Liter großen Kofferraum ein. Das schränkt die Variabilität etwas ein, zumal kein doppelter Boden vorhanden ist. Cupra Born (2026) im Test Cupra Born (2026) im Test Bilder von: InsideEVs.de Fahrdynamisch überzeugt das Elektroauto mit einem straffen Fahrwerk und direktem Einlenkverhalten. Der Heckantrieb bereitet Freude, die 170 kW (231 PS) sorgen für zügigen Vortrieb bis 160 km/h. Weniger harmonisch wirkt das Bremspedal, das sich im Übergang zur Rekuperation matschig anfühlt. Echtes One-Pedal-Driving fehlt, da der Wagen nicht bis zum Stillstand verzögert. Die automatische Rekuperation passt sich dem Straßenverlauf an, manuelle Einstellmöglichkeiten sind jedoch begrenzt. Bei bis zu -6 Grad schlägt sich die Batterie wacker. Zwar wurde die maximale Ladeleistung von 165 kW im Test nicht erreicht, dafür hielt der Born stabil Werte um 100 kW. Der Verbrauch pendelte sich auf der Langstrecke zwischen 18,5 und 19,8 kWh ein. Das ermöglicht auch bei Kälte realistische Autobahnetappen. Dank Wärmepumpe bricht die Reichweite nicht dramatisch ein. Die angezeigten Restkilometer erwiesen sich dabei als verlässlich. Preislich liegt der Cupra Born jedoch hoch. Die Nachfolgemodelle mit 79-kWh-Batterie starten bei über 47.000 Euro. Interessant wird das Elektroauto daher vor allem im Abverkauf vor dem Modellwechsel. Wer ein gut ausgestattetes Bestandsfahrzeug um die 30.000 Euro findet, erhält ein fahraktives Auto. Trotz kleiner Schwächen bei der Bedienung bietet der Spanier viel Fahrspaß und eine solide Winterperformance. Den ausführlichen Testbericht mit allen Eindrücken und Bildern finden Sie auf InsideEVs.de.