Eine der bekanntesten Figuren der luftgekühlten Porsche-Szene trennt sich von einem großen Teil seiner Sammlung. Für Interessenten bedeutet das die Chance, bei einer Auktion auf sehr besonderes Stuttgarter Blech zu bieten. Gemeint ist Magnus Walker, der 18 Fahrzeuge verkauft – darunter mehrere seiner charakteristischen, individuell umgebauten 911 aus den 1960er- und 1970er-Jahren. Versteigert wird über RM Sotheby’s, die Auktion startet am Mittwoch, den 18. März. Ausfälle gibt es hier keine – doch einige der angebotenen Autos stechen besonders heraus. Der Porsche 911 Carrera 2.7 MFI (Baujahr 1976) ist das seltenste und wertvollste Fahrzeug im Paket: Er ist eines von nur 113 Exemplaren von Porsches letztem Straßensportwagen mit mechanischer Einspritzung. Er trägt eine auffällige silber-blaue Lackierung und hat ein Karo-Muster-Interieur; der Schätzpreis liegt bei 200.000 bis 250.000 US-Dollar. 1965 Porsche 911 SWB 1965 Porsche 911 SWB 1976 Porsche 911 Carrera 2.7 MFI 1966 Porsche 911 2004 Porsche 911 GT3 Das älteste Auto der Auktion ist ein 911 mit kurzem Radstand aus dem Jahr 1965 in einem Silber-Gold-Farbschema mit blau-rotem Rennstreifen – er gilt als eines der ersten Fahrzeuge, die vom in Florida ansässigen Händler und Rennteam Brumos Porsche importiert wurden. Dazu kommt ein besonders sehenswerter 911 S von 1967 im vollständigen Outlaw-Stil: mit „67“-Rennstartnummern, Outlaw-Fifteen52-Felgen und einer kontrastierenden roten Fronthaube. Wer sich mit Saugmotor-Feeling nicht zufriedengeben will, findet in Walkers Angebot außerdem einen 911 Turbo (Baujahr 1976) – das erste Modelljahr, in dem Porsche das aufgeladene Modell in den USA anbot – sowie einen 911 GT2 von 2002. Die Sammlung beschränkt sich nicht nur auf luftgekühlte Fahrzeuge: Zusätzlich zum GT2 sind auch ein 911 GT3 (Baureihe 996) von 2004 sowie mehrere frontmotorisierte Modelle aus Porsches Transaxle-Ära dabei, darunter 928, 924, 944 und 968. 1968 Porsche 911 Urban Outlaw Starter Pack Für die Abenteuerlustigen gibt es schließlich auch ein unvollständiges 912-Projektfahrzeug (1965) sowie ein „Urban Outlaw Starter Kit“ auf Basis eines 911 von 1968. Enthalten sind eine komplette 911 L Coupé-Karosserie, ein 2,0-Liter Sechszylinder-Boxermotor, ein Fünfgang-Getriebe, reichlich Ersatzteile – und natürlich Aufkleber. Mein persönlicher Favorit? Ein originaler 911 mit kurzem Radstand von 1966 in Irish Green mit Stahlfelgen ab Werk. Schlicht, elegant – und mit geschätzten 100.000 bis 150.000 US-Dollar weit außerhalb meines Budgets. Neben den anderthalb Dutzend Autos verkauft Walker außerdem 142 Positionen an Ersatzteilen und Memorabilia, darunter Motoren, Sitze, Felgen und Kunst. Alles ist auf der Auktionswebsite einsehbar. 1966 Porsche 911 Keine Sorge – Walker steigt nicht dauerhaft aus dem Porsche-Thema aus. In einem Podcast-Auftritt bei Spike’s Car Radio erklärte er, dass er zwar 18 Porsche verkauft, aber weitere 13 für sich behält. Es geht also eher um eine Verschlankung bzw. einen Frühjahrsputz als um einen kompletten Abschied aus Zuffenhausen. „Ich habe einen Punkt erreicht, an dem dieses außer Kontrolle geratene Hobby in gewisser Weise definiert hat, wer ich bin – und es fühlt sich an, als würde ich meine Haut abstreifen, wie eine Art Wiedergeburt. Es hat eine Weile gedauert, bis ich an dem Punkt war, an dem ich bereit bin, einige dieser Autos abzugeben“, sagte Walker gegenüber RM Sotheby’s. Interessierte Bieter können sich alle Positionen ansehen und sich zur Teilnahme auf der Website von RM Sotheby’s registrieren. Die Auktion läuft vom 18. bis 25. März.