Mercedes plant eine Erweiterung der G-Klasse nach unten. Ein neues, kleineres Modell befindet sich in der Entwicklung. Es basiert auf einer eigenständigen Plattform, übernimmt jedoch zentrale Gestaltungselemente des bekannten Geländewagens. Ein Erlkönig wurde nun bei Wintertests in der Arktis fotografiert. Die Aufnahmen legen nahe, dass der sogenannte Mini-G zunächst als vollelektrische EQ-Variante erscheint, vermutlich ergänzt durch eine äußerlich nahezu identische Version mit Verbrennungsmotor. Bereits 2023 hatte Mercedes angekündigt, die G-Klasse um ein kompakteres Modell zu erweitern. Bildergalerie: Erlkönig Mercedes Mini-G (Februar 2026) Das Fahrzeug sollte ursprünglich schon 2026 auf den Markt kommen und ausschließlich elektrisch angetrieben sein. Dieser Zeitplan gilt inzwischen als unrealistisch. Erst auf der IAA 2025 nannte der Hersteller konkretere Details, während reale Prototypen offenbar erst jetzt in die Erprobung gehen. Die Rückleuchten und das Reserverad auf der Hecktür erinnern an den Original-G. CEO Ola Källenius damals wörtlich: "Ja, wir werden unsere G-Klasse Familie nochmal erweitern. 2023 haben wir einen kleineren "G" angekündigt. Und schon bald werden Sie die ersten Prototypen auf der Straße sehen." Nach Informationen aus Unternehmenskreisen handelt es sich nicht – wie lange vermutet – um eine technisch abgeleitete Variante der bestehenden G-Klasse mit angepasster Architektur. Stattdessen entsteht der kleinere Geländewagen auf einer vollständig neuen Plattform, die speziell für dieses Modell entwickelt wird. Ziel ist offenbar eine eigenständige technische Basis mit angepassten Abmessungen und Kostenstrukturen. Erlkönig Mercedes Mini-G (Februar 2026) Größenmäßig scheint der Erlkönig etwas kürzer als der neue GLB zu sein. Dieser ist 4,73 Meter lang mit 2,89 Meter Radstand, kommt zunächst als Elektroauto, später folgen Hybridvarianten mit 48-Volt-Technik und ins Getriebe integriertem Elektromotor Offiziell äußert sich Mercedes bislang nicht zu den geplanten Antrieben. Branchenintern galt das Fahrzeug zunächst als reines Elektroprojekt. Angesichts schwächerer Verkaufszahlen der elektrischen G-Klasse wird diese Strategie jedoch offenbar überprüft. Die Wirtschaftszeitung Handelsblatt berichtet, dass Mercedes zusätzlich eine Variante mit Verbrennungsmotor erwägt. Damit würde der Hersteller auf eine breitere Nachfrage reagieren und das Risiko eines ausschließlich elektrischen Angebots reduzieren. Erlkönig Mercedes Mini-G (Februar 2026) Optisch soll der Mini-G eng an das bekannte Vorbild angelehnt bleiben. Der kürzlich ausgeschiedene Chefdesigner Gorden Wagener sprach gegenüber dem Magazin "Car" von einer "leicht modernisierten" Interpretation. Erwartet werden präzisere Linienführungen, eine jüngere Lichtgrafik sowie klassische Merkmale wie die kantige Silhouette und das außenliegende Reserverad am Heck. Nach aktuellem Stand dürfte die Markteinführung im Laufe des Jahres 2027 erfolgen. Damit verschiebt sich das Projekt gegenüber der ursprünglichen Planung deutlich nach hinten. Die endgültige Positionierung – rein elektrisch oder mit zusätzlicher Verbrenneroption – gilt als eine der zentralen offenen Entscheidungen im weiteren Entwicklungsverlauf.