Vier neue Modelle in nur drei Jahren – mit einem klaren Ziel: man möchte die deutsche Hochleistungs-Elite herausfordern. Das ist der Polestar-Fahrplan, zu dem eine umfassende Transformation der eigenen Modellpalette in den kommenden Jahren gehört. 2026 richtet sich der Fokus auf das Debüt des Polestar 5 und auf eine neue Variante des Polestar 4 – vermutlich handelt es sich hier um einen Kombi. Die zweite Generation des Polestar 2 soll 2027 erscheinen. 2028 soll dann der Polestar 7 folgen, ein kompaktes SUV, das die Marktpräsenz der zum Geely-Konzern gehörenden Marke erweitern soll. Diese ambitionierte Produktoffensive folgt auf eine schwierige finanzielle Phase, darunter ein Kredit vom Mutterkonzern in Höhe von rund 830 Millionen Euro. Allerdings geht die Vision wohl deutlich über eine bloße Konsolidierung hinaus. Weitere „Bestien“ in Planung CEO Michael Lohscheller hat klargestellt, dass Polestar direkt mit Performance-Größen wie BMW M und Mercedes-AMG konkurrieren will. Im Zentrum dieser Strategie steht der Ausbau des BST-Labels („Beast“), das bislang limitierten Versionen des Polestar 2 vorbehalten war, hin zu einer echten Hochleistungs-Submarke. Zu erwarten sind schärfer abgestimmte Fahrwerke, stärker auf die Rennstrecke ausgelegte Fahrdynamik und deutlich bessere Beschleunigungswerte. Spezielle Performance-Varianten sind für Polestar 2, 3 und 4 geplant. Polestar Concept BST Selbst der ohnehin leistungsstarke Polestar 5 könnte eine noch extremere Version erhalten – eine, die es mit den RS-Modellen von Audi Sport und den künftigen elektrischen Performance-Flaggschiffen aus München und Stuttgart aufnehmen kann. Das wäre eine Rückkehr zu den Wurzeln der Marke, denn ursprünglich fungierte Polestar als Performance-Abteilung von Volvo, bevor das Unternehmen als eigenständiger Hersteller etabliert wurde. Startschuss mit dem Polestar 5 An der Spitze dieser neuen Ära steht der Polestar 5, ein viertüriges Flaggschiff mit einer 112,0-kWh-Batterie und 800-Volt-Architektur. In der Performance-Version leistet er bis zu 884 PS und rund 1.000 Nm Drehmoment – Werte, die im Segment der elektrischen Performance-Grand Tourer liegen. Polestar 5 Eine stärkere Variante des Polestar 4 wird folgen, während sich die nächste Generation des Polestar 2 voraussichtlich zu einer klassischeren Limousine weiterentwickeln wird. Sie könnte über die derzeitige Länge von 4,60 Metern hinauswachsen und eine Version erhalten, die es mit dem Tesla Model 3 Performance aufnehmen kann. Abgerundet wird die Expansion durch den Polestar 7, der im Premium-Kompakt-SUV-Segment positioniert werden soll. Motor1 meint: Polestar bringt zweifellos das Design und die Leistungsdaten mit, um BMW M und Mercedes-AMG herauszufordern. Spannend wird jedoch sein, ob es dem schwedischen Elektrohersteller gelingt, auch jene Fahrdynamik zu liefern, für die diese Performance-Modelle bekannt sind. Bildergalerie: Polestar Concept BST