Der BMW M4 Competition liefert zweifellos mehr als genug Fahrspaß, der dem Slogan "Freude am Fahren" gerecht wird. Ein Besitzer fand allerdings, dass da noch etwas mehr Nutzwert möglich sein könnte – und verwandelte das Coupé in einen zweitürigen … Pick-up. Wie bitte? Wir sachten im ersten Moment an KI. Aber das Fahrzeug scheint real zu sein und steht sogar zum Verkauf. Genauer gesagt fällt der Umbau in die Kategorie "Ute". Was ist ein Ute? Am ehesten vergleichbar mit einem Chevrolet El Camino, Ford Ranchero oder den vielen Modellen, die in Australien so beliebt sind. Ein Ute ist in der Regel ein Pkw-basierter Pickup. Der Umbau stammt von DinMann, einem Anbieter von Carbonfaser-Teilen für zahlreiche BMW-Modelle. Dieses Projekt trägt den Namen M4 Maloo. Und man kann ihn kaufen – der Besitzer ruft gänzlich unbescheidene 145.000 US-Dollar für den "Car Truck" auf. Dieser M4 bietet mehr als nur seine spektakuläre Karosserie-Transformation. Laut dem Instagram-Post oben wurde der BMW außerdem mit größeren Turboladern, einer Ansaugbrücke aus Carbon sowie einer Sportabgasanlage aufgerüstet. Auch wenn der aufgerufene Preis hoch ist: Das Auto ist schlicht beeindruckend. Ein serienmäßiger BMW M4 Competition xDrive leistet 510 PS (375 kW) und stellt 650 Nm Drehmoment bereit. Dieses Exemplar dürfte deutlich darüber liegen. Nimmt man das geringere Gewicht durch den Pickup-Umbau, den xDrive-Allradantrieb und die weiteren Modifikationen zusammen, dürfte dieser M4-Ute Sprints von 0 auf 100 km/h klar unter drei Sekunden schaffen. Die Zeiten werden allerdings länger, wenn man damit beim Baumarkt Holz nach Hause transportiert. Unikate wie dieser BMW M4 ziehen unsere Aufmerksamkeit immer auf sich. Dieses Exemplar wirkt sehr hochwertig umgesetzt – mit sinnvollen Upgrades und enorm viel Stil. Der Preis ist definitiv hoch, aber vermutlich wird man kaum einen zweiten auf der Straße sehen. BMW sollte so etwas für den australischen Markt in Serie bauen. Vergessene Studien: BMW M3 Pick-up (1986) Indes: Einen BMW-Pick-up gab es tatsächlich mal ab Werk. Aus der Karosserie eines BMW 3er Cabriolets entstand 1986 ein M3 Pick-up. "Die Wahl für eine Cabrio-Rohkarosse als Basis fiel aus zwei Gründen", erinnerte sich Jakob Polschak, Leiter Fahrzeugmusterbau und Werkstätten der BMW M GmbH, im Jahr 2016. "Zum einen hatten wir damals zufälligerweise ein solches Fahrzeug in intaktem Zustand zur Verfügung. Zum anderen eignete sich das Cabrio dank der bereits eingebauten Verstärkungen perfekt für einen Umbau zum Pickup." Der erste BMW M3 Pick-up verfügt nicht über die markanten ausgestellten Kotflügel des Originals, sondern trägt die schmale Karosserie des zivilen Großserien-Bruders. Unter der Haube kam zunächst der Motor des sogenannten "Italien-M3" zum Einsatz, der wegen der dort geltenden Steuerbestimmungen auf zwei Liter Hubraum reduziert wurde und 192 PS leistete. "Zu einem späteren Zeitpunkt haben wir dann aber auf den originalen, 2,3 Liter großen Vierzylinder mit 200 PS umgerüstet", verrät Polschak. Mehr als 26 Jahre verrichtete der BMW M3 Pick-up auf dem Werksgelände zuverlässig seinen Dienst, bis er 2012 in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wurde.