Polestar blickt auf ein solides Jahr 2025 zurück: Die Retail-Verkäufe stiegen um 34 Prozent auf 60.119 Fahrzeuge. Nun hat die schwedische Marke ihre Pläne für 2026 skizziert – darunter den Start der Auslieferungen des Polestar 5 im Sommer. Bis Jahresende soll zudem eine neue Variante des Polestar 4 in den Verkauf gehen, die „eine breitere Kundengruppe ansprechen“ und „mehr Vielseitigkeit“ bieten soll. Konkrete Details bleiben vage, doch die neue Ausführung scheint über eine Heckscheibe zu verfügen. Polestar zufolge soll sie "den Raum eines Kombis und die Vielseitigkeit eines SUV" verbinden. Mit anderen Worten: sehr wahrscheinlich ein höhergelegter Kombi. Anfang 2027 folgt dann die nächste Generation des Polestar 2. Noch weiter vorausgeplant ist der Polestar 7: Der kompakte Crossover soll 2028 auf den Markt kommen. Als wohl spannendstes Modell der angekündigten Pipeline gilt jedoch der Polestar 6 Roadster. Er war 2022 erstmals als O2 Concept (Cabrio) zu sehen – damals kündigte das Unternehmen die Serienversion für 2026 an. Teaser zur nächsten Generation des Polestar 2 Teaser zum Polestar 7 Teaser zur neuen Version des Polestar 4 Fotos von: Polestar Doch daraus wird offenbar nichts. Motor1 hat bei Polestar nachgefragt, warum der attraktive Elektro-Roadster in den jüngsten Teasern nicht auftaucht. Theo Kjellberg, Head of Corporate Communications, erklärte, dass derzeit andere Projekte Priorität haben: "„Der Fokus liegt aktuell darauf, die Polestar-4-Variante, den Nachfolger des Polestar 2 und den Polestar 7 fertigzustellen und in den Markt zu bringen. Danach können wir uns dem Polestar 6 zuwenden. Folglich: nicht vor 2028." Als erstmals bekannt wurde, dass Polestar den 6 verkaufen will, kursierte auch ein Preis von 200.000 US-Dollar – damit wäre es das bislang teuerste Modell der Marke. Zur Einordnung: Das Plug-in-Hybrid-Coupé Polestar 1 startete in den USA zum Modelljahr 2021 bei 156.500 US-Dollar. Ursprünglich war von nur 500 Roadstern die Rede, später stellte Polestar klar, die Produktion bei ausreichend hoher Nachfrage ausweiten zu wollen. Da der Marktstart des Polestar 6 weiterhin mindestens noch ein paar Jahre entfernt ist, nennt Polestar derzeit keine technischen Daten. Das 2+2-sitzige Konzept mit versenkbarem Dach unterfütterte das auffällige Design allerdings mit beeindruckenden Werten: 884 PS und 900 Nm aus einem Dual-Motor-Allradantrieb. Den Sprint von 0 auf 100 km/h absolvierte es in 3,2 Sekunden; die Höchstgeschwindigkeit lag bei 250 km/h (elektronisch begrenzt). Polestar O2 concept Beim Polestar 6 fühlt man sich mit Blick auf die Verzögerungen zunehmend an das Tesla-Roadster-Déjà-vu erinnert. Selbst im besten Fall käme ein Start 2028 erst sechs Jahre nach der Konzeptpremiere. Es könnte allerdings noch schlimmer sein: Die zweite Roadster-Generation von Tesla wurde 2017 vorgestellt und ist bis heute nicht in Serie gegangen. Jede Marke braucht ein Halo-Modell – und der 6 würde diese Rolle bei Polestar perfekt ausfüllen. Auch wenn es zwangsläufig ein Nischenprodukt mit geringen Stückzahlen wäre, könnte das auffällige Cabrio die Markenbekanntheit deutlich steigern und die Abgrenzung zwischen Polestar und Volvo klarer machen.