Begrüßen Sie mit uns den Nachfolger der V-Klasse. Zumindest des EQV. Mit dem VLE stellt Mercedes-Benz ein neues Fahrzeugmodell vor, das auf einer 800-Volt-Elektroarchitektur basiert und durch das hauseigene Betriebssystem Mercedes-Benz Operating System (MB.OS) gesteuert wird. Die luxuriöse Mischung aus Van und Kleinbus kombiniert einen neu entwickelten Elektroantrieb mit umfassenden digitalen Funktionen und automatisierten Fahrassistenzsystemen. Der VLE erreicht laut Mercedes eine Reichweite von über 700 Kilometer nach WLTP-Standard. Erstaunlich ist der cW-Wert von nur 0,25. Bildergalerie: Mercedes VLE (2026) Das Antriebssystem erzielt eine Effizienz von 93 Prozent (Batterie-zu-Rad) auf Langstrecken. In der Basiskonfiguration kommt ein permanentmagneterregter Synchronmotor (PSM) an der Vorderachse zum Einsatz. Allradmodelle verfügen über einen zusätzlichen PSM an der Hinterachse, der über eine Trenneinheit (Disconnect Unit) situativ entkoppelt werden kann, um Schleppverluste um bis zu 90 Prozent zu reduzieren. Die 800-Volt-Technik ermöglicht in Verbindung mit einer 115-kWh-Lithium-Ionen-Batterie (NMC) kurze Ladezeiten. An entsprechenden Schnellladestationen mit über 300 kW Leistung kann in 15 Minuten Energie für bis zu 355 Kilometer Reichweite nachgeladen werden. Das Fahrzeug ist zudem serienmäßig für bidirektionales Laden vorbereitet. Das optionale Luftfederungssystem AIRMATIC nutzt erstmals Google-Maps-Daten, um das Fahrzeugniveau vorausschauend niedrig zu halten und so den Luftwiderstand zu optimieren. Eine neue Car-to-X-Funktion passt die Dämpfung automatisch an, bevor Bodenwellen überfahren werden. Mercedes-Benz VLE 400 Die optionale Hinterachslenkung des Mercedes-Benz VLE bietet einen Lenkwinkel von bis zu sieben Grad, wodurch sich der Wendekreis von Bordstein zu Bordstein um zwei Meter auf 10,9 Meter und von Wand zu Wand auf 11,6 Meter verringert. Bei Geschwindigkeiten unter 60 km/h steuern die Hinterräder entgegengesetzt zu den Vorderrädern, was den Radstand je nach Situation virtuell verkürzt und das Fahrzeug manövrierfähiger sowie agiler macht. Ab einer Geschwindigkeit von 60 km/h schlagen die Hinterräder in die gleiche Richtung wie die Vorderräder ein, wodurch der Radstand virtuell verlängert wird; dies führt zu einer gesteigerten Fahrstabilität und Sicherheit bei hohen Geschwindigkeiten, schnellen Spurwechseln oder plötzlichen Ausweichmanövern. Mercedes-Benz VLE 400 Ein zusätzlicher Komfortvorteil für den Fahrer ergibt sich aus der direkteren Lenkübersetzung, die insgesamt weniger Lenkraddrehungen vom Mittelanschlag bis zum Volleinschlag erfordert. Akustikverglasung und spezielle Entkopplungselemente im Fahrwerk dienen der Reduzierung von Wind- und Abrollgeräuschen. Das zentrale Bedienelement ist die neueste Generation der MBUX (Mercedes-Benz User Experience), die auf dem MB.OS basiert. Der optionale MBUX-Superscreen besteht aus drei Displays unter einer gemeinsamen Glasfläche: einem 10,25-Zoll-Instrumenten-Display sowie einem Zentral- und Beifahrerdisplay mit jeweils 14 Zoll. Das System nutzt Echtzeitgrafiken der Unity-Game-Engine. Auf dem Zentraldisplay reduziert das sogenannte "Zero Layer"-Konzept die Menüstruktur auf wesentliche Anwendungen und kontextbasierte Vorschläge. Mercedes-Benz VLE 400 Der neue MBUX Virtual Assistant nutzt generative Künstliche Intelligenz, um natürliche Dialoge zu ermöglichen und komplexe Fragen zu beantworten. Er ist als aktiver Avatar auf dem Display präsent und kann Informationen von Drittanbietern wie Google Maps integrieren. Für die Fondpassagiere ist ein aus dem Dachhimmel ausfahrbarer 31,3-Zoll-Panoramabildschirm mit 8K-Auflösung verfügbar. Über das MB.OS können mehr als 40 Drittanbieter-Apps installiert werden, darunter Videostreaming-Dienste wie Disney+ und Konferenzlösungen wie Microsoft Teams oder Zoom. Die Navigation mit "Electric Intelligence" berechnet Routen inklusive optimaler Ladestopps unter Berücksichtigung von Topografie, Temperatur und Verkehrsfluss. Das System konditioniert die Batterie für schnelles Laden automatisch vor. Zur Sicherheitsausstattung gehört ein Sensorset aus 10 Kameras, fünf Radar- und 12 Ultraschallsensoren. Die Stufen der Fahrassistenz (MB.DRIVE) reichen vom SAE-Level 2 mit automatischem Spurwechsel bis hin zu einem System für dichtem Stadtverkehr. Der Park-Assistent erkennt nun auch Parklücken ohne weiße Markierungslinien und ermöglicht automatisiertes Einparken mit Geschwindigkeiten von bis zu 5 km/h.