Mercedes hat gerade das Facelift der S-Klasse enthüllt – doch im laufenden Jahr kommt noch deutlich mehr. Allein in den nächsten drei Monaten sollen sieben neue Modelle debütieren, und auch der Rest des Jahres ist voll mit Neuheiten. Die beigefügten Slideshows, die wir einem offiziellen Unternehmensdokument entnommen haben, geben einen Ausblick auf das, was ansteht. Die Produktoffensive reicht von Einstiegsmodellen bis hin zu Top-Flaggschiffen. Bis Jahresende sollen nicht weniger als 16 neue Fahrzeuge folgen, 2027 nahezu genauso viele. Die Mehrheit entfällt klar auf Modelle mit Verbrennungsmotor, auch wenn bis Ende nächsten Jahres mehrere neue oder überarbeitete Elektroautos (EVs) dazukommen. Mercedes nennt bislang keine konkreten Modellnamen, doch die Richtung ist recht eindeutig. Das Maybach-S-Klasse-Facelift dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit zu den Neuheiten des Jahres 2026 zählen und sollte bald gezeigt werden – schließlich feierte die überarbeitete Mercedes S-Klasse erst Ende Januar Premiere. Ebenfalls für dieses Jahr ist eine Modellpflege des GLS vorgesehen; naheliegend ist, dass die luxuriösere Maybach-Variante nicht lange auf sich warten lässt. Das verbleibende Topmodell mit Verbrenner ist entweder das bereits angeteaserte G-Klasse Cabriolet oder etwas mit AMG-Emblem – etwa ein V8-getriebener CLE. Auf der Elektro-Seite gelten zwei Debüts in diesem Jahr als wahrscheinlich: die Facelifts von EQS und EQS SUV. Falls Mercedes diese als ein Modell zählt, könnte das andere die elektrische AMG-Supersportlimousine sein, die indirekt das benzinbetriebene GT 4-Türer Coupé ersetzen würde. Mercedes C-Klasse EQ (2026) Teaser Im Core-Segment dürfte die C-Klasse Limousine ein Facelift zur Mitte des Modellzyklus erhalten – zusammen mit einem aktualisierten Kombi. Überarbeitungen des verbrennergetriebenen GLC und GLC Coupé wären ebenfalls keine Überraschung, um sie an den vollelektrischen GLC anzunähern. Apropos EVs: Die erste rein elektrische C-Klasse ist für 2026 vorgesehen. Keines der abgedeckten Fahrzeuge ist der EQE oder EQE SUV, da beide voraussichtlich noch in diesem Jahr auslaufen. Auf Einstiegsniveau soll der nächste GLA später in diesem Jahr Premiere feiern, flankiert von einer rein elektrischen Version mit dem EQ-Zusatz. Mit der nächsten Produktwelle führt Mercedes Verbrenner- und EV-Angebote stärker in einer einheitlichen Modellfamilie zusammen – mit weitgehend gemeinsamer Designsprache und dem Abschied von der eher eiförmigen Silhouette früherer EQ-Modelle. Welche Neuheiten 2027 genau starten, ist noch zu früh zu sagen. Bestätigt sind jedoch bereits eine kleinere G-Klasse sowie ein neues Einstiegsmodell als Ersatz für die A-Klasse. Letzteres kehrt nicht als Hatchback zurück, sondern als ungewöhnliche Mischung aus Minivan und SUV. Außerdem befindet sich ein eigenständiges AMG Elektro-SUV in der Entwicklung und könnte bereits im nächsten Jahr kommen. Mit dem erneuerten Fokus auf Verbrennungsmotoren könnte Mercedes Kundinnen und Kunden zurückgewinnen, die in den vergangenen Jahren abgewandert sind. Ein Gewinneinbruch um gut 50 Prozent im vergangenen Jahr darf als Warnsignal gelten. Der GLC 53 mit Sechszylinder ist ein starker Anfang, dem bald ein C 53 folgen soll. Der neue GLA sowie das neue Einstiegsmodell dürften das Volumen liefern, um mit BMW Schritt zu halten – während die elektrische C-Klasse in einem EV-freundlichen Europa einen spürbaren Effekt haben könnte. Mercedes justiert nach, nachdem man das Tempo der E-Mobilitäts-Adoption überschätzt hat, und bekennt sich langfristig wieder stärker zu Verbrennungsmotoren. Auch der Abschied von der extrem strömungsgünstigen Formensprache früherer EQ-Modelle hin zu einem konventionelleren Look wirkt angesichts der Kritik an EQE und EQS nachvollziehbar.