Das vergangene Jahr war für den Volkswagen-Konzern kein einfaches, um es höflich auszudrücken. Aktuell straucheln alle deutschen Hersteller, aber der VW-Konzern und Porsche im Besonderen stecken tief in der Krise. Insgesamt mussten die Wolfsburger mit all ihren Marken einen Rückgang des operativen Gewinns um 53 Prozent hinnehmen. Das andauernd zähe China-Geschäft, die US-Zölle und Kosten im Zusammenhang mit Anpassungen der Produktstrategie bei Porsche sind hauptverantwortlich für das unbefriedigende Ergebnis. Aber Sie wissen ja: The show must go on. 2026 soll alles besser werden und das gelingt in erster Linie mit neuen Produkten. Mehr als 20 neue oder überarbeitete Modelle werden dieses Jahr markenübergreifend im Konzern erwartet. Das Rampenlicht gehört dabei hauptsächlich den Kleinwagen. Hier hat man - womöglich ein wenig arrogant - in den letzten Jahren viel liegengelassen. Jetzt scheint man zu merken, dass bezahlbare Autos durchaus Wichtigkeit für den Konzern besitzen. Das haben wir zu erwarten: Kleinwagen, aber oho Die spannendste und am meisten antizipierte Neuheit ist sicher der VW ID.Polo. Der elektrische Polo blickt auf eine komplizierte Entwicklungsgeschichte zurück. Erstmals wurde ein erschwinglicher elektrischer Kleinwagen 2021 mit der Studie ID.Life angekündigt, doch nach verhaltenen Reaktionen wurde das Konzept grundlegend überarbeitet. Das ursprüngliche Design galt als zu unkonventionell. Mit dem ID.2all von 2023 zeigte man dann ein sehr gefälliges und vertrautes Design, das letztlich im ID.Polo mündete. Das Auto wird auf der MEB+-Plattform basieren, die speziell für Fahrzeuge des B-Segments entwickelt wurde und auf Frontantrieb ausgelegt ist (die Standard-MEB-Architektur verfügt über Heckantrieb). Volkswagen plant zudem die Einführung des elektrischen T-Cross-Bruders ID. Cross. Erst gestern zeigte man zudem einen ersten Teaser samt neuem Namen für den ID.3, der zum ID. 3 Neo wird. Eine ähnliche Strategie wie beim ID.Polo verfolgt Skoda mit dem Epiq, der zum kleinsten Elektroauto der Tschechen wird. Unterdessen wird der Cupra Raval als traditioneller Kompaktwagen mit einer Länge von etwa vier Metern erwartet. Cupra RavalSkoda EpiqVolkswagen ID.PoloVolkswagen ID.Cross Volkswagen ID.Polo, der Prototypen-Test Skoda Epiq Covered Drive Natürlich noch mehr SUVs Wenig überraschend stehen SUVs weiterhin im Zentrum des Kundeninteresses. Und Volkswagen will genau dieses geflissentlich bedienen. Das wichtigste Modell in dieser Hinsicht ist seit kurzem im Handel: die Rede ist vom neuen Volkswagen T-Roc. Die zweite Generation des erfolgreichen Kompakt-SUVs wird dabei erstmals einen Vollhybrid-Antrieb bieten. Extrem wichtig für die Niedersachsen ist auch die große Überarbeitung des ID.4. Ob er im Zuge der Modellpflege zum ID. Tiguan wird, bleibt abzuwarten. Umfassende Änderungen bei Styling und Technik scheinen fix. Das SUV-Lineup wird zudem durch den Skoda Peaq erweitert, ein vollelektrisches SUV mit drei Sitzreihen. Viele Menschen werden auch die neuen Audi Q7 und Q9 aufnehmen können. Der Q9 wird faktisch die Rolle des Marken-Flaggschiffs vom A8 übernehmen, dessen Produktion voraussichtlich eingestellt wird. Audi Q9, unser Rendering Skoda Peaq, der Teaser Der Volkswagen ID.4 wird ID.Tiguan heißen Audi bereitet zudem eine Modellpflege für den Q4 vor. Da werden wir voraussichtlich im April mehr Infos haben. Unterdessen erhält der Seat Arona ein Facelift. Selbiges wurde bereits enthüllt. Der spanische Crossover wird ab 24.150 Euro in den Verkauf gehen. Für Porsche bringt das Jahr 2026 den neuen elektrischen Cayenne mit einer Maximalleistung von 1.156 PS. Audi Q4Audi Q7Audi Q9Porsche Cayenne EVSeat AronaSkoda PeaqVolkswagen T-RocVolkswagen ID. Tiguan Was uns sonst noch an Neuheiten erwartet Natürlich hat der Volkswagen-Konzern für 2026 noch weitere Modelle in der Pipeline. Eines davon ist der neue Audi A2 – eine elektrische Neuinterpretation des Modells aus den frühen 2000er Jahren auf Basis der MEB-Plattform. Im High-Performance-Bereich zeigten die Ingolstädter gerade den stark gehypten RS 5. Nun richtet sich die Aufmerksamkeit auf den nächsten RS 6. Der extrem beliebte Power-Kombi dürfte seinen V8 behalten, künftig allerdings als Teil eines Plug-in-Hybrid-Systems. Zudem werden wir wohl ein Comeback der RS 6 Limousine sehen. Volkswagen selbst dürfte in diesem Jahr eine Hybridversion des Golf bringen, die denselben Vollhybrid-Antrieb wie der T-Roc nutzt. Audi RS 5 2026 Neuer Porsche Cayman, unser Rendering Abseits des Cayenne könnte Porsche 2026 die elektrischen 718 Boxster und Cayman enthüllen, nachdem Berichte über deren Einstellung dementiert wurden. Bentleys nächstes SUV wird ebenfalls vollelektrisch sein – ein erstes Bild dazu wurde bereits als Teaser veröffentlicht – während Lamborghini dem Vernehmen nach den Urus SE Performante vorbereitet. Audi A2Audi RS 5Audi RS 6Bentley Urban SUVLamborghini Urus SE PerformantePorsche 718 EVVolkswagen ID.3Volkswagen Golf