In letzter Zeit ist es ein wenig still geworden um den „Baby“-Defender von Land Rover. Das letzte größere Update gab es 2024. Zuletzt zeigten wir im Oktober 2025 ein Rendering, auch erste Prototypen wurden gesichtet. Scheinbar ist man intern schon ein gutes Stück weiter und JLR kommt nun auch mit neuen Details um die Ecke. In einem aktuellen Gespräch mit Autocar bestätigte Land Rovers Markenchef Mark Cameron, dass der kleinere Defender definitiv kommt. Er ergänzte, die Entwicklung sei „weit fortgeschritten“, und deutete an, dass das kompakte SUV nahezu so geländetauglich sein soll wie der große Bruder. Land Rover Defender 80 Rendering von Motor1 Das neue Modell wird das zweite Fahrzeug innerhalb der neu etablierten Submarke Defender, die zu einer vollständigen Modellfamilie mit offroad-orientierten SUVs ausgebaut werden soll. Ähnlich wie bei der Range-Rover-Familie soll jeder Defender eine eigene Designsprache und Technik bekommen – dabei aber dem treu bleiben, was jeden Defender auszeichnet. Laut Cameron ist das übergeordnete Ziel, Defender als „Luxury Lifestyle Brand“ zu positionieren. Er betont: „Wir haben aktuell ein Portfolio aus einem Modell mit mehreren Varianten“, und er arbeite „sieben bis zehn Jahre im Voraus“, um dieses Marken-Portfolio insgesamt auszubauen. Was bisher bekannt ist Land Rover Defender 90 Die wichtigsten Details sind zwar weiterhin unter Verschluss, doch der kompakte Defender soll auf der Electric Modular Architecture (EMA) von JLR basieren, die unter anderem auch im nächsten Range Rover Evoque und Velar zum Einsatz kommen soll. Heißt: Der Baby-Defender wird rein elektrisch angetrieben. Unter anderem zumindest. Wahrscheinlich ist eine Zweimotoren-Konfiguration mit Allradantrieb. Ob es beim rein elektrischen Antrieb bleibt, ist aktuell fraglich. Wie so viele Hersteller ruderte auch JLR zuletzt zurück, was die Konsequenz beim Ausbau der BEV-Modellpalette betrifft. Der Premium-Geländewagen dürfte rund 4,50 Metern lang sein. Damit wäre er etwas größer als ein Ford Bronco Sport (ca. 4,39 Meter). Für die "Baby"-G-Klasse von Mercedes, die der Hauptkonkurrent des neuen Defender-Modells sein dürfte, wird eine Länge von um die 4,40 Meter erwartet. Land Rover betont, dass das kleinere Modell dem Namen gerecht werden soll und dort, wo es zählt, echte Geländefähigkeiten bieten wird. Ein kürzerer Radstand sowie ein durchdachter Elektro-Antriebsstrang können dabei durchaus hilfreich sein. Cameron formuliert es geschickt: „Meine Aufgabe ist sicherzustellen, dass wir die Defender-DNA bewahren – sonst werden wir einfach nur eine weitere SUV-Marke, und davon gibt es genug.“ Motor1 meint: Dass Luxusmarken wie Land Rover und Mercedes-Benz kleinere Ableger ihrer ikonischen Offroad-SUVs bringen, ist grundsätzlich keine schlechte Nachricht. Das Image dürfte von Anfang an passen, wenn man keine gravierenden Fehler macht. Mit einem voraussichtlich deutlich günstigeren Preis sind das hervorragende Voraussetzungen für den Markterfolg.