Die Produktpalette von Renault ist mittlerweile krass SUVziert. Bis auf die Kleinwagen besteht das Portfolio fast ausschließlich aus Crossovern und SUVs. Nun präsentieren die Franzosen mit dem Concept Bridge noch ein Exemplar dieser Gattung, das sich noch unterhalb des kompakten Captur einsortiert. Das Showcar skizziert ein urbanes Familien-SUV unter vier Metern Länge und bereitet die Serienproduktion in Indien vor. Alle Details folgen am 10. März ab 9 Uhr MEZ beim Strategieplan futuREeady in einem Livestream. Der Bridger tritt wohl durchaus robust auf, die die skizzierte Silhouette im veröffentlichten Logo zeigt. Straffe Linien, kurze Überhänge und klare Flächen sollen den kompakten Aufbau betonen. Überraschend ist das Verhältnis von Außenmaß zu Innenraum. Trotz unter vier Metern verspricht Renault spürbar viel Platz, passend zum Familienfokus und zum Alltag in der Stadt. Das Konzept dient als Vorbote eines Modells, das später in Serie gehen soll. Der Name kommt vom englischen Wort für "Brücke". Ergänzt um ER entsteht Bridger, was eigenständig klingt und leicht verständlich bleibt. Renault nutzt diesen Ansatz bereits beim Dacia (und Renault in anderen Märkten) Duster. Marketingverantwortliche Sylvia dos Santos erklärt, der Name solle Kraft, Robustheit und Vielseitigkeit vermitteln und zu Design und Einsatzzweck des urbanen SUV passen. Natürlich ... Wer bei Renault die SUV-Vielfalt sortieren möchte, braucht Übersicht. Da stehen der Captur im B Segment, der Arkana als Coupé-SUV, darüber der Symbioz und der Austral. Noch weiter oben kommt der Espace mit drei Sitzreihen, der Scenic E-Tech Electric als Crossover und der Rafale als sportlicher Oberklasse-SUV. Der Bridger reiht sich ganz unten ein und setzt noch kompakter an. Der Renault Espace und der Symbioz sind nur zwei Beispiele der umfangreichen SUV-Palette. Positioniert unterhalb des Captur adressiert der Bridger vor allem Regionen mit steuerlichen oder praktischen Vorteilen für Autos unter vier Metern. Europa steht hingegen nicht im Fokus. In Indien zählt genau diese Klasse, weshalb Renault die Serienfertigung dort plant. Familien in dichten Städten profitieren von kleinen Außenmaßen und nutzbarem Innenraum. Zu Technik, Antrieben und Innenraum schweigt Renault bis zur Vorstellung. Der Livestream wird zeigen, wie seriennah das Konzept ausfällt und welche Lösungen der kurze Aufbau ermöglicht. Offen bleibt, wie der Bridger das globale Portfolio ergänzt und ob er weitere Ableger für unterschiedliche Märkte nach sich zieht.