Das Facelift des Renault Austral ist gerade bei den Händlern angekommen, und mit perfektem Timing gelang es mir, ein Exemplar für meinen Verbrauchstest zu ergattern. Konkret handelt es sich um den Austral Vollhybrid. Der 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbo wird mit zwei Elektromotoren kombiniert, was zusammen 200 PS ergibt. Das französische SUV mit Frontantrieb und Multi-Mode-Automatikgetriebe brauchte auf unserer Standard-Teststrecke durchschnittlich 4,10 Liter/100 km. Kurios dabei: Die Hälfte der 360 km von Rom nach Forlì fuhr der Vollhybrid im Elektromodus. Unter den sparsamsten Vollhybrid-SUVs Im Ranking unserer Testergebnisse positioniert sich der Renault Austral Vollhybrid mit besagten 4,10 Litern im oberen Bereich. Er war sparsamer als der Hyundai Kona 1.6 GDI HEV 2WD DCT (4,25 Liter/100 km), der Dacia Duster Hybrid 140 (4,30 Liter), der Honda ZR-V e:HEV (4,40 Liter), der Renault Espace E-Tech Vollhybrid 200 (4,60 Liter), der Toyota Corolla Cross 2.0H 197 PS 2WD E-CVT (4,65 Liter) und der Vorgänger Renault Austral E-Tech Full Hybrid 200 (4,80 Liter), den ich im Jahr 2023 getestet habe. Das Facelift brachte dem Renault Austral ein neues Design und mehr Ausstattung. Zu den Vollhybrid-SUVs, die weniger verbraucht haben als der Renault, gehören der Toyota C-HR 2.0 Hybrid FWD (4,00 Liter), der Renault Symbioz Vollhybrid E-Tech 160 PS (3,80 Liter) und der Toyota Yaris Cross 1.5 Hybrid 4X2 (3,55 Liter). Komfortabel, geräumig, leise und stark Das von mir getestete Fahrzeug war ein italienischer Renault Austral Vollhybrid E-Tech 200 in der Topversion Esprit Alpine. Serienmäßig sind hier bereits mit 20-Zoll-Leichtmetallfelgen, eine sensorgesteuerte Heckklappe, LED-Scheinwerfer und ein besonderes Interieurdesign. Auch ein Instrumentendisplay und ein 12,3-Zoll-Touchscreen, Einparksensoren vorne und hinten, Zwei-Zonen-Klimaautomatik und ein Abstandstempomat (ACC) mit Stop&Go-Funktion sowie ein "Highway and Traffic Jam Companion" sind Standard. Das Cockpit des gelifteten Austral bietet große Bildschirme Mit einigen Extras, wie der Mattlackierung mit schwarzem Dach, Matrix-LED-Scheinwerfern und Panorama-Dach, steigt der italienische Listenpreis auf 47.600 Euro. Für diesen Betrag erhält man ein sehr komfortables, geräumiges, leises und auch leistungsstarkes SUV. Es bietet nicht nur eine hohe Alltagstauglichkeit, sondern auch Fahrspaß – nicht zuletzt dank der Allradlenkung. Der Fahrersitz ist angenehm und das Kofferraumvolumen mehr als ausreichend. Viele Kilometer mit einer Tankfüllung In den gängigsten Verkehrssituationen stellte ich einen Verbrauch fest, der für ein gut ausgestattetes, 200 PS starkes Kompakt-SUV mit Automatikgetriebe und etwa 1,6 Tonnen Leergewicht angemessen ist. 900 km mit einer Tankfüllung sind normalerweise möglich. Nur auf der (italienischen) Autobahn steigt der Verbrauch etwas an, aber nicht mehr als bei den meisten Vollhybrid-SUVs. Der großzügige 55-Liter-Tank sorgt für eine große Reichweite: Selten sind es weniger als 900 km, und unter idealen Bedingungen schafft man sogar bis zu 1.400 km. Der Verbrauch in verschiedenen Fahrsituationen Stadt-Umland-Mix: 5,2 Liter/100 km1.056 km theoretische Reichweite (Italienische) Autobahn: 6,0 Liter/100 km913 km theoretische Reichweite Spritspartest: 3,8 Liter/100 km1.446 km theoretische Reichweite Aus dem offiziellen Datenblatt Renault Austral Full Hybrid E-Tech 200 Esprit Alpine Antrieb Hybrid (Benzin, 1.199 ccm) Leistung 200 PS CO₂-Emissionen (WLTP) 110 g/km Abgasnorm Euro 6E-BIS-FCM Daten des Testfahrzeugs Fahrzeug: Renault Austral Full Hybrid E-Tech 200 Esprit AlpineBasispreis (in Italien): 43.100 EuroTestdatum: 25. September 2025Wetter (Abfahrt/Ankunft): Heiter, 26 Grad / Regen-heiter, 18 GradDurchschnittsgeschwindigkeit auf der Strecke Rom-Forlì: 72 km/hReifen: Michelin e.Primacy R - 235/45 R20 100V XL (EU-Label: A, B, 70 dB) Verbrauch Bordcomputer: 4,2 Liter/100 kmAn der Zapfsäule: 4,0 Liter/100 kmMittel aus diesen Werten: 4,10 Liter/100 km Unsere italienischen Kollegen bieten ein stets aktualisiertes Ranking der Verbrauchstest-Ergebnisse an. Das Ganze ist in italienischer Sprache, aber wir denken, Sie finden sich zurecht. Und so ermitteln wir den Verbrauch Wenn Sie eine Freundin oder einen Freund nach dem Verbrauch seines Autos fragen, wird Ihnen wahrscheinlich ein Wert genannt, der keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt. Vielleicht wurde der Wert vom Bordcomputer abgelesen, oder die Tankrechnungen wurden aufbewahrt und daraus ein Verbrauch errechnet. Ähnlich ermitteln wir unseren Testverbrauch: Er ergibt sich als Mittel aus Bordcomputer-Wert und dem an der Tankstelle ermittelten Verbrauch. Die Testautos werden stets von Fabio Gemelli von Motor1.com Italien gefahren. Der Journalist fährt häufig fürs Wochenende von der Redaktion in Rom in seine Heimat Forlì (in der Emilia-Romagna). Wenn Sie eine Freundin oder einen Freund nach dem Verbrauch seines Autos fragen, wird Ihnen wahrscheinlich ein Wert genannt, der keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt. Vielleicht wurde der Wert vom Bordcomputer abgelesen, oder die Tankrechnungen wurden aufbewahrt und daraus ein Verbrauch errechnet. Ähnlich ermitteln wir unseren Testverbrauch: Er ergibt sich als Mittel aus Bordcomputer-Wert und dem an der Tankstelle ermittelten Verbrauch. Die Testautos werden stets von Fabio Gemelli von Motor1.com Italien gefahren. Der Journalist fährt häufig fürs Wochenende von der Redaktion in Rom in seine Heimat Forlì (in der Emilia-Romagna). Dabei bewegt er die Autos bewusst sparsam: Er bleibt knapp unter der Höchstgeschwindigkeit (auf der italienischen Autobahn: 130 km/h), vermeidet abruptes Beschleunigen und Bremsen und fährt vorausschauend. Die Teststrecke Rom-Forlì ist etwa 360 Kilometer lang und umfasst 65 Prozent Superstrada (autobahnähnliche Schnellstraße, Tempolimit zwischen 90 und 110 km/h), 25 Prozent Autostrada (Autobahn, Tempolimit 130 km/h), fünf Prozent Strada Statale (Bundesstraße, Tempolimit 90 km/h) und fünf Prozent Stadtverkehr. Dabei wird der Apennin überquert, die Strecke enthält also durchaus auch Steigungen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt in der Regel bei 70 bis 80 km/h. Am Ende der Strecke notiert unser Tester die Bordcomputer-Anzeige und berechnet (bei Autos mit Verbrennungsmotor) den Verbrauch an der Zapfsäule. Dabei wird "von voll bis voll" gemessen, wobei voll bedeutet: Das Tanken wird beim ersten Klick der Zapfpistole beendet. Dann berechnet Fabio den Mittelwert. 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