Design und Ausstattung des Honda Civic wurden gerade aufgefrischt, aber seiner Vollhybrid-Benziner-Antriebsstrategie bleibt der Kompaktwagen weiter treu. Auch abgesehen von den Neuerungen bei Frontdesign, Leichtmetallrädern, Außenfarben und Innenraumdetails bleibt der Civic damit interessant. Denn der Verbrauch soll sehr niedrig sein. Verantwortlich dafür ist das e:HEV-System mit 2,0-Liter-Benziner mit einer Systemleistung von 184 PS. Wie effizient der Wagen in der Praxis ist, habe ich auf unserer 360 Kilometer langen Standard-Teststrecke von Rom nach Forlì getestet. Dabei ergab sich ein Durchschnittsverbrauch von 4,30 Liter/100 km. Die Kraftstoffkosten für die Fahrt lagen bei 27,69 Euro. Überdurchschnittliche Effizienz unter den Vollhybriden Mit diesem Ergebnis ordnet sich der aufgefrischte Honda Civic des Modelljahres 2026 im oberen Mittelfeld unseres Realverbrauchs-Ranking ein. Er liegt noch vor dem 2022 getesteten Vorgänger Honda Civic e:HEV (4,45 Liter/100 km) und vor dem schon etwas älteren Lexus RC Hybrid (5,20 Liter/100 km). Der Vergleich bezieht sich ausschließlich auf Limousinen und Coupés mit Vollhybridantrieb. Honda Civic Facelift (2026): Der Verbrauch geht in Ordnung Niedrigere Verbrauchswerte erreichten die kompakteren Modelle MG3 Hybrid+ (4,10 Liter/100 km) und Honda Jazz 1.5 Hybrid Crosstar (3,95 Liter) sowie der Toyota Corolla 1.8 Hybrid mit 122 PS (3,90 Liter), der Renault Clio Full Hybrid E-Tech 160 (3,75 Liter), der Suzuki Swace Hybrid 1.8 2WD aus dem Jahr 2021 (3,70 Liter) und der inzwischen fast schon legendäre Toyota Prius AWD-i von 2019 (3,20 Liter). Umfangreiche Ausstattung und angenehme Fahrdynamik Das von mir gefahrene Auto war ein italienischer Honda Civic i-MMD eCVT Hybrid Advance, also die Topausstattungsvariante der Baureihe. Sie bringt bereits serienmäßig viel mit – zum italienischen Listenpreis von 41.000 Euro. Zum Paket gehören unter anderem 18-Zoll-Leichtmetallräder im Diamantschnitt-Design, Metalliclack, abgedunkelte hintere Scheiben, einen Fernlichtassistent, ein Panorama-Glasdach, Parksensoren vorn und hinten samt Rückfahrkamera, ein Bose-Soundsystem mit zwölf Lautsprechern, eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik sowie das Fahrerassistenzpaket Honda Sensing. Modernes Interieur, aber mit klassischen, physischen Elementen und hochwertig Unterm Strich fährt man damit eine Limousine mit fast schon sportlicher Abstimmung dank niedrigem Schwerpunkt, die sich einfach bewegen lässt. Sie ist auch ausreichend kräftig für praktisch jede Situation. Zugleich ist sie recht geräumig; Gepäck wird über eine große Heckklappe eingeladen. Auch Verarbeitung und Ergonomie im Innenraum sind gelungen. Im Alltag fährt sich der Honda angenehm, er bietet moderne Details, ohne unpraktisch zu wirken. Das Platzangebot ist gut – vorausgesetzt, man gewöhnt sich an die eher niedrige Sitzposition, die durch die vielen SUVs fast schon fremd wirkt. Innerorts und über Land sehr sparsam, mehr Verbrauch auf der Autobahn Im Alltagseinsatz zeigte die Honda-Limousine insgesamt einen durchweg niedrigen Verbrauch, besonders im Mix aus Stadt- und Überlandfahrt. Auf der (italienischen) Autobahn nimmt die Effizienz hingegen spürbar ab. Außerorts braucht der Hybrid-Honda nur sehr wenig Benzin Der 40-Liter-Tank ist groß genug, um im Schnitt mindestens 800 km pro Füllung zu ermöglichen. Auf der (italienischen) Autobahn sinkt die Reichweite auf rund 600 km, während man unter idealen Bedingungen und auf passenden Strecken über 1.000 km schaffen kann. Verbrauch in verschiedenen Verkehrssituationen Stadt-Umland-Mix: 4,6 Liter/100 km868 km theoretische Reichweite (Italienische) Autobahn: 6,6 Liter/100 km604 km theoretische Reichweite Spritspartest: 3,4 Liter/100 km1.176 km theoretische Reichweite Aus dem offiziellen Datenblatt Honda Civic i-MMD eCVT Hybrid Advance Antrieb Hybrid (Benzin, 1.993 cm³) Leistung 184 PS CO₂-Emissionen (WLTP) 114 g/km Abgasnorm Euro 6E-BIS Daten des Testfahrzeugs Fahrzeug: Honda Civic i-MMD eCVT Hybrid AdvanceBasis-Listenpreis in Italien: 41.000 EuroTestdatum: 10, März 2026Wetter (Start/Ziel): Bewölkt, Regen 20 Grad / Regen, bewölkt, 13 GradDurchschnittsgeschwindigkeit auf dem Abschnitt Rom–Forlì: 72 km/hReifen: Bridgestone Blizzak 6 - 235/40 R18 95V M+S XL Enliten (EU-Label: C, B, 70 dB) Verbrauch und Kosten Bordcomputer-Anzeige: 4,2 Liter/100 kmAn der Zapfsäule ermittelter Verbrauch: 4,4 Liter/100 kmMittel aus diesen Werten: 4,30 Liter/100 kmKraftstoffpreis: 1,789 Euro/Liter (Benzin)Kraftstoffkosten: 27,69 Euro Wir haben ein stets aktualisiertes Ranking der Verbrauchstest-Ergebnisse. Das Ganze ist in italienischer Sprache, aber wir denken, Sie finden sich zurecht. Und so ermitteln wir den Verbrauch Wenn Sie eine Freundin oder einen Freund nach dem Verbrauch seines Autos fragen, wird Ihnen wahrscheinlich ein Wert genannt, der keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt. Vielleicht wurde der Wert vom Bordcomputer abgelesen oder die Tankrechnungen wurden aufbewahrt und daraus ein Verbrauch errechnet. Ähnlich ermitteln wir unseren Testverbrauch: Er ergibt sich als Mittel aus Bordcomputer-Wert und dem an der Tankstelle ermittelten Verbrauch. Die Testautos werden stets von Fabio Gemelli von Motor1.com Italien gefahren. Der Journalist fährt häufig fürs Wochenende von der Redaktion in Rom in seine Heimat Forlì (in der Emilia-Romagna). Dabei bewegt er die Autos bewusst sparsam: Er bleibt knapp unter der Höchstgeschwindigkeit (auf der italienischen Autobahn: 130 km/h), vermeidet abruptes Beschleunigen und Bremsen und fährt vorausschauend. Die Teststrecke von Rom nach Forlì ist etwa 360 Kilometer lang und umfasst 65 Prozent Superstrada (autobahnähnliche Schnellstraße, Tempolimit zwischen 90 und 110 km/h), 25 Prozent Autostrada (Autobahn, Tempolimit 130 km/h), fünf Prozent Strada Statale (Bundesstraße, Tempolimit 90 km/h) und fünf Prozent Stadtverkehr. Dabei wird der Apennin überquert, die Strecke enthält also durchaus auch Steigungen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt in der Regel bei 70 bis 80 km/h. Am Ende der Strecke notiert unser Tester die Bordcomputer-Anzeige und berechnet (bei Autos mit Verbrennungsmotor) den Verbrauch an der Zapfsäule. Dabei wird "von voll bis voll" gemessen, wobei voll bedeutet: Das Tanken wird beim ersten Klick der Zapfpistole beendet. Dann berechnet Fabio den Mittelwert. Bildergalerie: Honda Civic Facelift (2026) Honda Make: Honda Model: URL: Honda