Der Kia Stonic ist ein preislich interessanter Crossover zwischen fünftürigen Kompaktmodellen und größeren SUVs. Seit Anfang 2026 stehen die ersten Exemplare des Facelifts bei den Händlern. Mit überarbeitetem Design und aufgewerteter Ausstattung soll es besser zur übrigen Kia-Palette passen. Das habe ich zum Anlass genommen, seinen Verbrauch zu prüfen – insbesondere mit dem 1,0-Liter-Mildhybrid-Benziner und dem Doppelkupplungsgetriebe. Mit dem neuen Kia Stonic 1.0 T-GDi Mild-Hybrid DCT7 verbrauchte ich auf unserer 360 km langen Standard-Teststrecke von Rom nach Forlì durchschnittlich 5,05 Liter/100 km. Die Benzinkosten für die Fahrt lagen bei 29,80 Euro. Beim Verbrauch im unteren Mittelfeld Die 5,05 Liter/100 km des neuen Kia Stonic Mildhybrid reichen nur für eine Platzierung im unteren Mittelfeld unseres Rankings der bisherigen Testergebnisse in der Kategorie Benziner. Kia Stonic (2026): Angenehmes Fahrgefühl, aber eher hoher Verbrauch Zu den Kompakt-SUVs mit Benziner, die mehr verbraucht haben gehören zum Beispiel der Hyundai Kona 1.0 T-GDI 48V 120 PS (5,20 Liter/100 km) und der Jeep Avenger 4xe 1.2 Hybrid 48V 145 PS Automatik (ebenfalls 5,20 Liter), der Renault Austral Techno Mildhybrid 160 (5,25 Liter), der Nissan Qashqai Mildhybrid 158 PS Xtronic 2WD (5,55 Liter) sowie der Jeep Renegade 1.0 T3 120 CV MT 4x2 (6,30 Liter). Noch zahlreicher sind aber die Konkurrenten, die weniger verbraucht haben als der Stonic Mildhybrid. Dazu zählen unter anderem der Opel Mokka 1.2 130 PS (4,75 Liter), der Jeep Avenger e-Hybrid (4,70 Liter), der Alfa Romeo Junior Ibrida Q4 145 PS eDCT6 (4,30 Liter), der Ford Puma 1.0 EcoBoost Hybrid 125 PS (4,10 Liter) sowie der Hyundai Bayon 1.0 T-GDI 100 PS 48V iMT (3,75 Liter), um nur einige zu nennen. Gutes Raumangebot und umfangreiche Ausstattung Das von mir gefahrene Auto war ein italienischer Kia Stonic 1.0 T-GDi Mild-Hybrid DCT7 GT-Line – das ist die Topausstattung. Die Serienausstattung ist sehr umfangreich; dazu gehören Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, 17-Zoll-Leichtmetallräder, ein spezifisches Exterieur-Design, abgedunkelte Scheiben, LED-Nebelscheinwerfer, Parksensoren vorn und hinten, Smart Key, Startknopf, elektrische Parkbremse, 12,3-Zoll-Instrumentendisplay, Klimaautomatik sowie Metallic- oder Perleffektlack. Der Stonic hat ein angenehmes Interieur und eine hervorragende Ausstattung Der neue Crossover von Kia mit einem italienischen Gesamtpreis von 30.750 Euro hat mich positiv überrascht – mit einem geräumigen Interieur, einer sehr umfangreichen Serienausstattung und einem agilen Fahrverhalten. Gewünscht hätte ich mir allerdings einen etwas größeren Kofferraum sowie kabelloses Android Auto und Apple CarPlay – der Stonic bietet nur eine Koppelung per Kabel. Recht hoher Verbrauch innerorts und auf der Autobahn Im Alltagsbetrieb lag der Verbrauch etwas über dem Durchschnitt der kompakten Benziner-SUVs. Dafür war der Benzindurst sowohl im Stadt-/Umlandmix als auch auf der Autobahn ziemlich konstant. Kia Stonic (2026): Es gibt es Autos, die innerorts weniger verbrauchen Der 45-Liter-Tank sorgt immer für mindestens 600 km Reichweite. Unter idealen Bedingungen auf Überlandstrecken sind sogar Werte von über 1.000 km drin. Verbrauch in unterschiedlichen Fahrsituationen Stadt-Umland-Mix: 6,8 Liter/100 km661 km theoretische Reichweite (Italienische) Autobahn: 7,0 Liter/100 km639 km theoretische Reichweite Spritspartest: 4,0 Liter/100 km1.125 km theoretische Reichweite Aus dem offiziellen Datenblatt Kia Stonic 1.0 T-GDi Mildhybrid DCT7 GT-Line Antrieb Hybrid (Benzin, 998 cm³) Leistung 115 PS CO₂-Emissionen (WLTP) 125 g/km Abgasnorm Euro 6E-BIS Daten Testwagen: Kia Stonic 1.0 T-GDi Mild-Hybrid DCT7 GT-LineGrundpreis in Italien: 30.750 EuroTestdatum: 30. Januar 2026Wetter (Start/Ziel): Bewölkt, 15 Grad / Regen, bewölkt, 6 GradDurchschnittstempo auf der Strecke Rom–Forlì: 75 km/hReifen: Nexen Winguard Sport 3 – 205/55 R17 91V M+S (EU-Label: C, B, 72 dB) Verbrauch und Kosten Bordcomputer: 4,9 Liter/100 kmAn der Zapfsäule: 5,2 Liter/100 kmMittel aus diesen Werten: 5,05 Liter/100 kmKraftstoffpreis: 1,659 Euro/Liter (Benzin)Reale Kosten: 29,80 Euro Wir haben ein stets aktualisiertes Ranking der Verbrauchstest-Ergebnisse. Das Ganze ist in italienischer Sprache, aber wir denken, Sie finden sich zurecht. Und so ermitteln wir den Verbrauch Wenn Sie eine Freundin oder einen Freund nach dem Verbrauch seines Autos fragen, wird Ihnen wahrscheinlich ein Wert genannt, der keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt. Vielleicht wurde der Wert vom Bordcomputer abgelesen oder die Tankrechnungen wurden aufbewahrt und daraus ein Verbrauch errechnet. Ähnlich ermitteln wir unseren Testverbrauch: Er ergibt sich als Mittel aus Bordcomputer-Wert und dem an der Tankstelle ermittelten Verbrauch. Die Testautos werden stets von Fabio Gemelli von Motor1.com Italien gefahren. Der Journalist fährt häufig fürs Wochenende von der Redaktion in Rom in seine Heimat Forlì (in der Emilia-Romagna). Dabei bewegt er die Autos bewusst sparsam: Er bleibt knapp unter der Höchstgeschwindigkeit (auf der italienischen Autobahn: 130 km/h), vermeidet abruptes Beschleunigen und Bremsen und fährt vorausschauend. Die Teststrecke von Rom nach Forlì ist etwa 360 Kilometer lang und umfasst 65 Prozent Superstrada (autobahnähnliche Schnellstraße, Tempolimit zwischen 90 und 110 km/h), 25 Prozent Autostrada (Autobahn, Tempolimit 130 km/h), fünf Prozent Strada Statale (Bundesstraße, Tempolimit 90 km/h) und fünf Prozent Stadtverkehr. Dabei wird der Apennin überquert, die Strecke enthält also durchaus auch Steigungen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt in der Regel bei 70 bis 80 km/h. Am Ende der Strecke notiert unser Tester die Bordcomputer-Anzeige und berechnet (bei Autos mit Verbrennungsmotor) den Verbrauch an der Zapfsäule. Dabei wird "von voll bis voll" gemessen, wobei voll bedeutet: Das Tanken wird beim ersten Klick der Zapfpistole beendet. Dann berechnet Fabio den Mittelwert. Bildergalerie: Kia Stonic (2026) Kia Make: Kia Model: URL: Kia