Vinfast ist erst seit wenigen Jahren auf dem Markt und stellte den europäischen Vertrieb 2025 auf ein Händlermodell um. Der Bekanntheitsgrad der Marke ist noch gering, doch nun tritt der Vinfast VF6 in ein breit besetztes Segment in Europa ein. Das der kompakten Elektroautos. Dort warten etablierte Gegner wie der Skoda Elroq, Volvo EX30, Opel Mokka Electric oder der Kia EV3. Das vietnamesische SUV will Kunden primär über eine gute Ausstattung und den Preis gewinnen. Angeboten werden die Versionen Eco und Plus, die beide eine 59,6-kWh-Batterie nutzen. Vinfast VF6 (2025) im Test Vinfast VF6 (2025) im Test Bilder von: InsideEVs.de Der VF6 ist 4,24 Meter lang und wirkt mit kurzen Überhängen optisch gefällig. Das Design ist unaufdringlich, wobei optionale Farben wie Grün oder Rot den Charakter stärken. Technisch leistet der Eco 130 kW (177 PS), während der Plus auf 150 kW (204 PS) kommt. Der Eco hat eine Reichweite von bis zu 410 Kilometern, das Modell Plus liegt bei 379 Kilometern. Der Innenraum zeigt sich minimalistisch mit wenigen physischen Tasten. Ungewöhnlich und fast retro wirken die großen Taster für die Fahrstufen, die prominent unter dem zentralen Bildschirm platziert sind. Die Bedienung weiterer Funktionen erfolgt fast ausschließlich über das Infotainment-System, was auch für Licht und Spiegel gilt. Die Software arbeitet jedoch langsam und reagiert oft verzögert auf Eingaben. Auch die Verbindung via Android Auto erwies sich im Test als instabil. Positiv fallen dagegen die Platzverhältnisse auf. Hinten sitzen Personen bis 1,80 Meter bequem und der Kofferraum fasst 423 bis 1.576 Liter. Die Sitze bieten ordentlichen Komfort, wobei das System nach dem Abschließen des Fahrzeugs teils sehr lange für das Herunterfahren benötigt. Beim Fahren offenbaren sich weitere Schwächen: Die Rundumsicht ist durch breite C-Säulen eingeschränkt und die Kameras liefern im Dunkeln schlechte Bilder. Das Lenkrad liegt nicht optimal in der Hand und vermittelt wenig Feedback. Zudem zerren Antriebskräfte an der Lenkung, die nur widerwillig in die Mittelstellung zurückkehrt. Das Fahrwerk wirkt weich und neigt zum Nachwippen, bei Schlaglöchern schlagen die Dämpfer teils durch. Am wohlsten fühlt sich der VF6 beim ruhigen Gleiten auf der Autobahn, da auch die Assistenzsysteme oft fehlerhaft arbeiten. Im Test lag der Verbrauch hoch, was die reale Reichweite bei kühlen Temperaturen auf rund 250 Kilometer drückte. Auch das Laden enttäuschte: Statt kurzer Ladezeiten wurden an der Säule maximal 50 kW erreicht. Preislich startet der Vinfast VF6 Eco bei 34.990 Euro, der Plus bei 38.990 Euro. Angesichts der technischen Mängel und der unausgereiften Abstimmung fällt der Vietnamese deutlich hinter Konkurrenten wie den Kia EV3 zurück. Das Auto wirkt in vielen Bereichen noch nicht fertig entwickelt. Den ausführlichen Testbericht mit allen Eindrücken und Bildern finden Sie auf InsideEVs.de.