Skoda hat in Indien eine umfassend überarbeitete Version des Kushaq vorgestellt. Das kompakte SUV erhält ein deutlich modifiziertes Design, neue Ausstattungsdetails und technische Erweiterungen. Ziel ist eine stärkere Positionierung im höherwertigen Segment, ohne die bekannten Kernmerkmale Nutzwert, Sicherheit und Preisstruktur aufzugeben. Der Kushaq kam 2021 auf den Markt und war das erste Skoda-Modell, das im Rahmen der neuen Indien-Strategie des Volkswagen-Konzerns entwickelt wurde. Fast fünf Jahre später folgt nun ein Facelift, das sowohl optische als auch funktionale Anpassungen umfasst. Produziert wird das Modell weiterhin direkt in Indien, wobei der Lokalisierungsgrad bei rund 95 Prozent liegt. Bildergalerie: Skoda Kushaq (Indien, 2026) Die Überarbeitung spiegelt die Erfahrungen wider, die Skoda seit dem direkten Markteintritt in Indien gesammelt hat. Der aktualisierte Kushaq wurde gezielt auf die Erwartungen lokaler Kunden zugeschnitten. Dabei bleiben die Grundwerte erhalten, ergänzt um Lösungen, die auf dem indischen Markt besonders gefragt sind. Mit 4,22 Meter ist der Kushaq geringfügig kürzer als der Kamiq in Europa. Skoda Kushaq (Indien, 2026) Skoda Kamiq (2024) im Test Das neue Design soll bereits auf den ersten Blick als Modellpflege erkennbar sein. Verantwortlich für die Überarbeitung der Front ist Designer Romain Bucaille. Der Kushaq erhält komplett neue LED-Scheinwerfer mit beibehaltenem Vier-Augen-Lichtmotiv, neue Lichtsignaturen an Front und Heck sowie einen neu gestalteten Kühlergrill. Beleuchtete Elemente im Grill verbinden die Scheinwerfer optisch und lassen das Fahrzeug breiter wirken. Ergänzend kommen verchromte Strukturen an Grill, Türgriffen und Fensterrahmen zum Einsatz. Auch das Heck wurde neu gestaltet. Schmalere Rückleuchten, eine neu gezeichnete Stoßstange und ein dunkler Diffusor prägen den Auftritt. Erstmals bei Skoda verbindet ein beleuchtetes Element die Rückleuchten und integriert ein hinterleuchtetes Skoda-Logo. Die sportlich positionierte Monte-Carlo-Variante ist von Beginn an verfügbar und setzt auf schwarze Exterieurelemente sowie rote Akzente im Kühlergrill. Skoda Kushaq (Indien, 2026) Skoda Kushaq (Indien, 2026) Mit den Änderungen rückt der Kushaq optisch näher an den größeren Kodiaq heran. Der Auftritt wirkt erwachsener und präsenter, was laut Skoda den Erwartungen vieler indischer Kunden entspricht. Unverändert bleibt der praktische Anspruch. Bei einer Länge von 4.229 Millimetern bietet der Kushaq einen Kofferraum mit 491 Litern Volumen, das sich bei umgeklappten Rücksitzen auf bis zu 1.405 Liter erweitern lässt. Hinzu kommen zahlreiche Simply-Clever-Lösungen. Serienmäßig sind sechs Airbags sowie mehr als 25 aktive und passive Sicherheitssysteme an Bord, in höheren Ausstattungen sind es über 40. Dazu zählen unter anderem Mehrkollisionsbremse, elektronische Differenzialsperre, ABS und ESC. Der Kushaq erreicht fünf Sterne im Global-NCAP-Crashtest. Auch die Farbpalette wurde angepasst. Neu ist Shimla Green, inspiriert von einer Region im Norden Indiens. Hinzu kommen Steel Grey als Signaturfarbe für den Monte Carlo sowie Cherry Red. Insgesamt stehen acht Lackierungen zur Wahl. Im Innenraum zieht ebenfalls eine differenziertere Gestaltung ein. Die Monte-Carlo-Version nutzt bordeauxrote Dekorelemente, rote Ziernähte und Carbon-Optik, während die Standardvarianten beige Akzente erhalten. Skoda Kushaq (Indien, 2026) Technisch bietet der Kushaq mehrere Neuerungen im Segment. Optional sind Massagesitze im Fond, ein 10,25 Zoll großes digitales Kombiinstrument und ein 10,1 Zoll Infotainmentsystem verfügbar. Die Companion App auf Google-Basis ermöglicht Sprachsteuerung zentraler Funktionen mit Unterstützung durch Gemini-KI. Motorenseitig gibt es für den 1.0 TSI mit 85 kW (115 PS) erstmals eine Achtgang-Automatik mit hydrodynamischem Drehmomentwandler, alternativ ein manuelles Sechsganggetriebe. Der 1.5 TSI mit 110 kW (150 PS) ist mit Siebengang-DSG kombinierbar und verfügt über Scheibenbremsen an der Hinterachse. Neu im Angebot ist zudem ein Panorama-Schiebedach. Bestellungen für das Facelift-Modell sind in Indien bereits möglich. Ergänzend bietet Skoda Servicepakete mit vier Jahren Garantie, Pannenhilfe und Wartung. Eine Einführung in weiteren Märkten ist geplant. Seit Beginn der Produktion in Indien hat Skoda von dort aus bereits mehr als 700.000 Fahrzeuge exportiert.