Während der VW-Konzern insgesamt in unruhigem Fahrwasser unterwegs ist, liefert die tschechische Tochter Škoda beeindruckende Zahlen ab. Das Jahr 2025 markiert für die Marke aus Mladá Boleslav einen echten Meilenstein: Mit weltweit 1.043.900 Auslieferungen (+12,7 %) wurde nicht nur die psychologisch wichtige Millionen-Marke geknackt, sondern auch das beste Ergebnis der letzten sechs Jahre erzielt. Noch bedeutsamer ist der Aufstieg im europäischen Kernmarkt (EU 27+4): Mit 836.200 Fahrzeugen schiebt sich Škoda erstmals auf Platz 3 der meistverkauften Automarken in Europa vor. Deutschland bleibt dabei mit über 211.000 Einheiten (+12,8 %) der wichtigste Einzelmarkt. Elektro-Verkäufe explodieren Wer dachte, Škoda sei nur wegen günstiger Verbrenner erfolgreich, irrt. Die Elektrifizierung nimmt massiv Fahrt auf. Die Auslieferungen reiner Elektroautos (BEV) haben sich mehr als verdoppelt auf 174.900 Einheiten (+119,8 %). Zusammen mit den Plug-in-Hybriden (43.800 Stück) hat inzwischen jeder vierte ausgelieferte Škoda in Europa einen Stecker. Modell Jan.–Dez. 2025 Veränderung Škoda Octavia 190.300 −11,8 Škoda Kodiaq 130.400 +13,9 Škoda Kamiq 125.900 −0,1 Škoda Fabia 119.100 +1,7 Škoda Karoq 102.600 -6,2 Škoda Elroq 95.300 - Škoda Enyaq 79.600 +0,1 Škoda Superb 75.900 +4,2 Škoda Scala 53.100 -5,7 Škoda Kylaq 43.900 - Škoda Slavia 14.700 -8,1 Škoda Kushaq 13.200 -31,7 Der Treiber dieses Erfolgs ist der neue Škoda Elroq, der sich auf Anhieb zum zweitmeistverkauften Elektroauto in Europa mauserte. Zusammen mit dem weiterhin beliebten Enyaq katapultierte sich Škoda damit auf Rang vier aller E-Auto-Hersteller in Europa. Gewinner der GCOTY Awards 2026: Skoda Elroq Der Octavia bleibt auch 2025 Skodas Bestseller Trotz des Elektro-Hypes bleibt ein Klassiker das Rückgrat der Marke: Der Skoda Octavia war mit 190.300 Auslieferungen erneut das beliebteste Modell weltweit, auch wenn die Zahlen zurückgingen (-11,8 %). Dahinter folgen die SUV-Modelle Kodiaq (130.400) und Kamiq (125.900) sowie der Kleinwagen Fabia (119.100). Indien als Wachstumsmotor Die Internationalisierungsstrategie zahlt sich aus: In Indien verdoppelte Škoda seinen Absatz beinahe auf den Rekordwert von 70.600 Fahrzeugen (+96,1 %). Hier schlug vor allem der neue, kleine SUV Kylaq (unter 4 Meter Länge) voll ein. Auch in Vietnam, wo inzwischen eine lokale Produktion für Slavia und Kushaq gestartet wurde, verzeichnet die Marke Zuwächse. Skoda Auto ist auch in den saudi-arabischen Markt eingetreten und hat damit seine Präsenz im Nahen Osten gestärkt. Darüber hinaus gewinnen die Auslieferungen in der Türkei (45.100; +6,8 %) und Nordafrika, insbesondere in Marokko (6.000; +37,1 %) und Ägypten (5.300; +32,9 %), an Dynamik. Vertriebsregion Jan.–Dez. 2025 Jan.–Dez. 2024 Veränderung (%) Westeuropa 599.300 538.100 +11,4 Deutschland(größter Markt) 211.100 187.100 +12,8 Mitteleuropa 205.500 192.100 +7,0 Tschechische Republik 91.800 84.500 +8,7 Osteuropa 53.800 50.700 +5,9 Indien 70.600 36.000 +96.1 China 15.000 17.500 -14,5 Weltweit insgesamt 1.043.900 926.600 +12,7 Ausblick 2026: Epiq und Peaq kommen CEO Klaus Zellmer kündigt an, diesen Schwung mit ins Jahr 2026 zu nehmen. Das vollelektrische Portfolio soll sich verdoppeln. Im ersten Halbjahr 2026 startet der Epiq, ein urbaner Crossover, der als Einstiegsmodell die E-Mobilität erschwinglicher machen soll. Später folgt das neue elektrische Flaggschiff: Der Peaq ist ein großes siebensitziges Familien-SUV.