Wenn es rutschig wird auf den Straßen der Republik, sind auch abseits unbefestigter Pfade zwei angetriebene Achsen immer besser als eine. So können Allradler selbst noch in Ecken Grip suchen und die zitternden Insassen vorwärts befördern, bei denen Front- und Hecktriebler völlig aufgeschmissen wären. Dachte sich offenbar auch Skoda beim derzeit noch unterkühlten Blick aus dem Fenster. Denn rein zufällig haben die Tschechen eine umfangreiche Palette an 4x4-Modellen im Angebot, das perfekt zur noch herrschenden Witterung passt. Nicht nur das, aktuell bieten sie ihr bisher breitestes 4x4-Portfolio an: vom Karoq über den Bestseller Octavia bis hin zu den vollelektrischen Modellen. Skoda 4x4-Modellpalette (2026) Seinen ersten serienmäßigen Allradantrieb baute Skoda im Jahr 1999 in die erste Generation des Octavia Combi 4×4. Schon 1940 hantierten die Tschechen bei Prototypen zu Versuchszwecken mit dem Allradantrieb. Doch welches Konzept verbirgt sich derzeit unter welchem Blechkleid und für wen lohnt sich der Griff zum jeweiligen Modell wirklich? Ein sachlicher Blick in die Datenblätter zeigt, wie sich die Baureihen im Alltag positionieren. Die Verbrenner-Fraktion im Detail Bei den Modellen mit Verbrennungsmotor arbeitet eine elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung, die die Kraft in Millisekunden dorthin schickt, wo sie gebraucht wird. Den unangefochtenen Spitzenplatz nimmt hier der Kodiaq ein: Das Familien-SUV ist das meistverkaufte Allradler-SUV der Marke in Deutschland und machte 2025 europaweit 39 Prozent der Kodiaq-Zulassungen aus. Mit bis zu 2,5 Tonnen Anhängelast und cleveren Assistenzsystemen für den Hängerbetrieb ist er das "Zugpferd" (höhöhö) der Flotte. Zu haben ist er als 193 PS starker Diesel, als Benziner mit 204 PS oder in der RS-Variante mit 265 PS. Wer es klassischer mag, greift zum Superb, der besonders mit dem 193-PS-TDI als Langstreckengleiter glänzt. Immerhin 29 Prozent der Superb-Kunden entschieden sich 2025 für den 4x4-Antrieb. Beim Bestseller Octavia geht Skoda einen anderen Weg: Hier ist der Allradantrieb exklusiv an den 204 PS starken Benziner gekoppelt – eine Kombination, die vor allem in alpinen Regionen wie der Schweiz und Deutschland gefragt ist. Abgerundet wird das klassische Angebot durch den kompakten Karoq, der als einziger ab Werk immer mit einem speziellen Offroad-Modus und einer Bergabfahrhilfe ausgestattet wird. Hier greifen die meisten Käufer zum bewährten 150-PS-Diesel. Die meistverkauften Skoda-4x4-Modelle in der Übersicht Elektrischer Grip für Elroq und Enyaq Die vollelektrische Abteilung verzichtet komplett auf eine mechanische Verbindung zwischen den Achsen. Stattdessen vertrauen Elroq und Enyaq auf zwei Elektromotoren: Hinten sorgt ein Permanentmagnet-Synchronmotor für Effizienz im Alltag, während vorne ein Asynchronmotor bei Bedarf zupackt. Das sorgt für Systemleistungen von 210 kW in den 85x-Modellen und 250 kW bei den RS-Ablegern. Dass das Konzept bei der Kundschaft ankommt, zeigen die Auslieferungen des vergangenen Jahres: Über 30.000 Enyaq und fast 7.000 Elroq wurden als Allradler bestellt. Besonders in Elektro-Märkten wie Norwegen, aber eben auch in Deutschland. Allein 2025 wurden weltweit 125.895 Skoda-Allradfahrzeuge ausgeliefert. Doch eine ikonische Version reiht sich leider nicht in den Reigen um die meistverkauften Skoda-4x4-Modelle ein: der Fabia. Als RS Rally2 ballert der brutale Rallye-Allradsportler massiv bespoilert durch Wälder, Wüsten und über die Feldwege der Welt. Auf eine Serienversion im Sinne des Toyota GR Yaris warten wir leider vergebens. Was ist da los, Skoda? Immerhin: einen Fabia 130 haben wir schon mal!