Manche Themen landen direkt im Postfach – der Kia PV5 gehört inzwischen dazu. Nach unserem ersten Artikel zu möglichen Camper-Umbauten häufen sich die Rückfragen, die weniger nach Design fragen, sondern nach sehr konkreten Dingen wie Händlern, Verfügbarkeit und Nachrüstlösungen. Schon beim VanLab-Umbau wurde klar, wie viel Potenzial in Kias elektrischem Lademeister steckt – vor allem durch den modularen Ansatz. Vantrack setzt nun genau hier an und denkt den PV5 noch konsequenter als Baukasten, der sich Schritt für Schritt erweitern lässt. Passend dazu ist der LightCamp erstmals live bei den Campervan Days in den Niederlanden zu sehen. Bildergalerie: VanTrack LC LightCamp (2026) Camper auf Basis Kia PV5 Der LightCamp versteht sich weniger als klassisches Campingmobil, sondern eher als mobile Plattform. Im Zentrum steht ein Aufbau aus ultraleichten Komponenten, die man je nach Bedarf ein- oder ausklinkt. Auf diese Weise entsteht ein flexibles Basecamp, das unter der Woche im Alltag schuftet und am Freitagabend innerhalb weniger Minuten zum Abenteurer wird. Im Heck sitzt ein großzügiger Laderaum, der nicht nur das Urlaubsgepäck schluckt, sondern auch als Basis für das variable Innenleben dient. Darüber spannt sich ein breites Bettmodul, das sich entfernen lässt, wenn mehr Stauraum gefragt ist. Das Ganze wirkt weniger wie ein klassischer Camper-Ausbau und mehr wie ein durchdachtes Baukastensystem. Bilder von: Vantrack Spannend wird es, wenn die Heckklappe aufgeht. Dann fährt eine mobile Küchenlösung nach draußen, inklusive Induktionskochfeld, kleiner Spüle und Arbeitsfläche. Das Modul steht auf eigenen Beinen und verwandelt den Parkplatz in wenigen Handgriffen in eine Art Outdoor-Küche. Kein unnötiger Schnickschnack, sondern genau das Setup, das man beim ersten Kaffee im Wald wirklich braucht. Auf dem Dach passiert beim LightCamp weit mehr als nur simpler Gepäcktransport. Vantrack kombiniert hier Dachträger, Dachzelt und ein riesiges Skylight-Fenster zu einer cleveren Einheit. Letzteres misst stolze 96 mal 65 Zentimeter und ist der eigentliche Gamechanger im Innenraum: Es sorgt nicht nur für massig Licht, sondern ermöglicht im Stand auch die dringend benötigte Stehhöhe. Bilder von: Vantrack Diese Dacharchitektur ist mehr als nur ein Gimmick. Durch das geöffnete Skylight klettert man quasi direkt vom Wohnzimmer nach oben ins Dachzelt – ein echter Logenplatz für alle, die morgens den ersten Blick auf die Natur brauchen, ohne erst um das Auto herumlaufen zu müssen. Diese Verbindung macht den kleinen Van plötzlich zum Penthouse und trennt Wohn- und Schlafebene konsequent voneinander, ganz ähnlich wie beim Carado CV 541 Pro. Preislich soll sich das Basispaket mit Modulsystem im Heck und mobiler Küche grob im Bereich von rund 10.000 Euro bewegen. Der eigentliche Reiz liegt aber in der Erweiterbarkeit. Die einzelnen Module lassen sich nachrüsten, austauschen oder komplett weglassen. Damit bleibt der PV5 LightCamp offen für unterschiedliche Nutzungen – vom Sport-Transporter bis zum Wochenend-Camper. Unterm Strich passt der Vantrack LightCamp ziemlich gut in eine Zeit, in der Camper nicht mehr zwingend größer werden müssen. Stattdessen geht es um Flexibilität und darum, den vorhandenen Raum intelligenter zu nutzen. Genau das gelingt hier überraschend konsequent. Die Szene bei den elektrischen Campern wird immer bunter. Vom Hyundai Staria Camper Concept mit 218 PS und bis zu 400 km Reichweite über den Eifelland Interstar-e mit 87-kWh-Batterie und hoher Zuladung bis 900 kg bis hin zum Challenger Electrix Hybrid mit 37-kWh-Akku und 100 km E-Reichweite zeigt sich, wie vielfältig elektrisches Camping inzwischen umgesetzt werden kann.