Trotz anderslautender Gerüchte plant Honda derzeit keine Type S oder Type R Variante des neuen Prelude. Diese Nachricht mag nicht schockierend sein, bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass sportlichere Versionen des Prelude endgültig vom Tisch sind. Laut einem Bericht von CarScoops gab es zu Beginn durchaus Gespräche über einen Hochleistungs-Prelude. Der Zeitpunkt wäre ideal gewesen, schließlich steht der Tokyo Auto Salon vor der Tür. Aber hat wirklich jemand erwartet, dass ein 325 PS starker Prelude Type R so schnell kommt? Eher unwahrscheinlich. Als weitere Variante wurde ein Prelude Type S mit 1,5-Liter-Turbo und 179 PS diskutiert. Das wäre jedoch ein Rückschritt und würde dem Type S-Emblem nicht gerecht – zumindest nicht in den USA. Diese Modellgerüchte wurden nun von einem Reporter bei Creative311 aus der Welt geräumt. Der Journalist konnte im Rahmen eines Programms direkt nach einer Type S und Type R Version des Prelude fragen. Die Antwort von Honda: Man habe "derzeit keine Pläne". Bildergalerie: 2026 Honda Prelude: Erster Blick Diese Nachricht – oder eher ihr Fehlen – mag einige Honda-Fans enttäuschen. Doch die Tür für einen sportlicheren Prelude ist damit nicht endgültig geschlossen. Möglicherweise fragen die Leute einfach nach den falschen Modellbezeichnungen. Ich würde sogar wetten, dass wir schon bald ein bestimmtes Emblem am Heck eines Prelude sehen werden: Si. Das wäre für Honda zu naheliegend, um es nicht zu tun. Der Honda Civic Si existiert in den USA bereits, sodass sich die Antriebstechnik problemlos übernehmen ließe. Mit seinem 1,5-Liter-Turbomotor, der 200 PS leistet, und dem obligatorischen 6-Gang-Schaltgetriebe verkörpert er genau das, was Honda-Fans an der Marke schätzen: Fahrspaß ohne Kompromisse im Alltag. Das Problem: Der Civic Si bleibt (bislang) dem amerikanischen Markt vorbehalten. 2023 Honda Civic Si Die Si-Embleme sind längst fertig und müssten nur auf den Prelude übertragen werden. Honda müsste lediglich Logos in die Kopfstützen prägen, Heck- und Frontspoiler als Serienausstattung hinzufügen und den Preis deutlich unter 50.000 Euro halten. Dann hätten wir einen Honda Prelude mit der gleichen Leistung wie die Hybridversion, jedoch mit etwas weniger Gewicht und deutlich mehr Fahrspaß. Tatsächlich wäre er vermutlich noch unterhaltsamer als der Civic Si, da der Prelude bereits einige Komponenten vom Civic Type R übernommen hat. Honda liefert ein hervorragendes manuelles Getriebe (das man allerdings für den Prelude auch bereits ausgeschlossen hat ...). Der Prelude ist eine optisch beeindruckende Maschine. Kombinieren wir beides und geben den Menschen den Prelude, den sie wirklich wollen. Ja, ein Prelude Type R wäre großartig, aber ein Prelude Si könnte tatsächlich deutlich mehr Käufer finden – vor allem, wenn der Preis im Rahmen dessen bleibt, was sich potenzielle Interessenten leisten können. Ob das allerdings in Hondas Europa-Politik mit momentan ausschließlich hybridisierten Antrieben passt, sei mal dahingestellt. Aber träumen ist doch erlaubt!