Hondas erster in Großserie gebauter Hybrid feiert vier Jahre nach dem Aus des Vorgängers ein unerwartetes Comeback. Erneut ändert sich die Karosserieform und wird zum Crossover – nachdem aus dem ursprünglichen Coupé erst ein Hatchback und später eine Limousine geworden war. Während die Vorgänger ausschließlich als Vollhybrid angeboten wurden, gibt es diesmal allerdings keinen Verbrenner mehr. Der Insight wurde als reines Elektro-Crossover mit kantiger Optik neu erfunden – allerdings nicht so kompromisslos eckig wie die Modelle der Honda-0-Serie. Bumerangförmige Leuchten vorn und hinten erinnern an die Marke DS Automobiles von Stellantis, während durchgehende Lichtleisten an beiden Enden den Designtrend für 2026 bedienen. Der erste Honda Insight von 1999 Einige auffällige Parallelen zu in China angebotenen E-Autos sind kaum zu übersehen. Konkret wirkt der neue Insight wie aus demselben Baukasten wie der e:NS2, ein batterieelektrischer Crossover, den das Dongfeng-Honda-Joint-Venture 2024 auf den Markt gebracht hat. Auch der Innenraum kommt einem sehr bekannt vor, inklusive der gleichen Armaturentafel-Architektur. Die nebeneinander gestellten Bilder sprechen für sich. Honda Insight Honda e:NS2 Honda Insight Honda e:NS2 Zu den meisten technischen Daten hält sich der japanische Hersteller bislang bedeckt. Honda nennt jedoch eine Reichweite von mehr als 500 Kilometern – allerdings nach dem weniger strengen WLTC-Zyklus. Der E-Motor liefert 310 Nm Drehmoment, außerdem gibt es einen eigenen Sport-Modus für spontanere Beschleunigung und verstärkte "Soundeffekte". Wenig überraschend passt dieser Drehmomentwert exakt zu dem des e:NS2. Hondas chinesisches Elektro-Crossover hat einen vorn montierten Motor mit 148 kW Leistung und bezieht seine Energie aus einem 68,8-kWh-Akku. Nach dem CLTC-Zyklus wird eine Reichweite von 545 km angegeben. Wie bei vielen chinesischen Modellen üblich, ist der Innenraum üppig ausgestattet – von elektrisch verstellbaren Vordersitzen bis hin zu einem Duftspender. Ein 12,8-Zoll-Touchscreen trifft auf ein 9,4-Zoll großes digitales Kombiinstrument. Dass es keine separaten Klimabedienelemente gibt, verrät ebenfalls die China-Wurzeln dieses Honda. Ein paar Tasten bleiben zwar, aber deutlich weniger als bei globalen Modellen der Marke. Honda Insight Honda e:NS2 Zur Ausstattung zählen unter anderem ein 12-Lautsprecher-Bose-Soundsystem, Ambientebeleuchtung, ein Head-up-Display und belüftete Vordersitze. Das elektrische Glasdach fällt nach 2026er-Maßstäben klein aus – immerhin ist eines an Bord. Weitere Extras sind ein beheizbares Lenkrad und umklapp- beziehungsweise verstellbare Rücksitze. Zusätzlich zeichnet eine nach vorn gerichtete Kamera Videomaterial auf, was im Fall eines Unfalls hilfreich sein kann. Der wiederbelebte Insight kommt in Japan in diesem Frühjahr in den Handel; Reservierungen will Honda ab dem 19. März annehmen. Honda Insight 2027 Hondas Wiederauferstehung des Insight hat uns ehrlich gesagt überrascht. Wo das E-Auto gebaut wird, sagt das Unternehmen nicht – es wäre aber nicht auszuschließen, dass das Modell aus China nach Japan kommt. Hondas Absatz im weltweit größten Markt sinkt weiter, was den Versuch erklären könnte, das Werk in China durch Exporte in andere Märkte besser auszulasten.