Der Nissan Juke geht in die dritte Runde. Dabei vollzieht das Erfolgsmodell den Wechsel in die Elektromobilität und ist nach dem Micra der zweite ikonische Nissan-Name, der in Zukunft ausschließlich elektrisch fährt. Vorgestellt hat Nissan den neuen Juke im Rahmen des "Nissan Vision Events" am Firmensitz in Japan. Dort skizzierte der Hersteller seine künftige Produktplanung und die Elektrifizierungsstrategie für die kommenden Jahre. Der Juke spielt dabei eine wichtige Rolle, weil er als bekannte Baureihe den Umstieg auf elektrische Antriebe für viele Bestandskunden vereinfachen soll. Bildergalerie: 2027 Nissan Juke Als der Juke 2010 auf den Markt kam, passte er nicht in die damaligen Schubladen. Kompakt, hochbeinig, mit auffälliger Front und polarisiertem Design wurde er schnell zum Trendsetter unter den frechen Crossovern. Mehr als 1,5 Millionen verkaufte Exemplare in Europa zeigen, dass Nissan mit dem Konzept einen Nerv traf. Die neue Generation soll diesen Charakter behalten, wechselt aber konsequent in die Stromer-Welt. Technische Details wie Leistung, Akkugröße oder Reichweite nennt Nissan noch nicht. Klar ist nur: Der Juke nutzt künftig die CMF-EV-Plattform aus dem Renault-Nissan-Mitsubishi-Verbund. Damit rückt er näher an Modelle wie den Ariya heran, bleibt aber im bekannten Kompaktformat. Nissan spricht von einem agilen, emotionalen Crossover, der den Juke-typischen Auftritt ins Elektrozeitalter übertragen soll. Gebaut wird der neue Juke im britischen Werk Sunderland, das bereits den Leaf produziert. Dort startet in den kommenden Wochen die Testproduktion, der reguläre Produktionsbeginn folgt später. Sunderland bleibt damit das EV-Zentrum von Nissan in Europa. Entwicklung und Design laufen wie bisher im europäischen Netzwerk mit Standorten in Großbritannien, Spanien und Deutschland. Der Elektro-Juke ist Teil einer breiteren E-Offensive der Japaner. In Europa plant Nissan eine Palette von Stromern, zu der der neue Micra, der Leaf der dritten Generation, der Crossover Ariya, der Kleintransporter Townstar und ein weiteres E-Modell für das A-Segment gehören. Der Juke soll diese Lücke im beliebten B-Segment schließen und Käuferinnen und Käufer ansprechen, die einen auffälligen, kompakten Stromer suchen. Parallel hält Nissan an seiner e-Power-Strategie fest. Modelle wie Qashqai e-Power und der aktuelle Juke Hybrid bleiben im Programm und sollen Kunden abholen, die noch nicht komplett auf ein Elektroauto umsteigen wollen. Während diese Varianten weiterlaufen, positioniert sich der neue Juke klar als Voll-EV, der Nissans Weg zu CO2-ärmerer Mobilität in Europa sichtbar machen soll. Europa spielt für diese Strategie eine zentrale Rolle, entsprechend wichtig ist der Juke für die Marke. Auf die Straße kommt der vollelektrische Crossover hierzulande allerdings erst im Frühjahr 2027. Bis dahin dürfte Nissan noch konkrete technische Daten, Designspezifikationen und Marktstartdetails nachreichen, die zeigen, wie radikal der Schritt vom frechen Benziner-Crossover zum reinen Stromer ausfällt.