Für Fans des Nissan GT-R war es eine große Woche. Bei unserem Besuch in der Konzernzentrale in Yokohama (Japan) haben wir einiges über den nächsten "Godzilla" erfahren. CEO Ivan Espinosa bestätigte, dass der R36 bereits in Entwicklung ist – und deutete an, dass in Zukunft sogar weitere Sportwagen folgen könnten. Nach dem Gespräch mit Espinosa haben wir außerdem mit Richard Candler gesprochen, Nissans globalem Leiter für Produktstrategie und der Schlüsselfigur hinter der Planung des GT-R der nächsten Generation (R36). Er lieferte noch mehr Einblicke in das, was kommt – und das dürfte für Enthusiasten eine gute Nachricht sein. Am wichtigsten: Candler bestätigte, dass der R36 GT-R kein Elektroauto wird. Er erklärte: "Ich glaube, was wir bisher gesehen haben, ist, dass elektrische Sportwagen nicht besonders beliebt waren. Ich denke, sie werden kommen, wenn die Batterietechnologie ihren nächsten großen Sprung macht – aber die aktuellen Lithium-Chemien sind nicht in der Lage, ein Produkt im Stil eines GT-R zu ermöglichen. Wir werden in der nächsten Generation nicht auf Batterien setzen. Auf keinen Fall." Nissan R35 GT-R Trotzdem ist angesichts der heutigen Emissionsvorschriften außerhalb der USA ein Hybrid für den R36 GT-R praktisch unvermeidlich. Candler führte aus: "[Der GT-R] muss natürlich in irgendeinem Umfang elektrifiziert werden – wegen der Emissionsvorschriften. Es ist schlicht sinnvoll, eine gewisse Elektrifizierung vorzusehen, aber die Batterie ist der limitierende Faktor. Die Batteriechemie ist noch nicht stark genug, um die Anforderungen des GT-R zu erfüllen." Wie der Antrieb des nächsten GT-R am Ende genau aussieht, bleibt abzuwarten – doch die frühen Details stimmen optimistisch. Die Generationen des Nissan GT-R von R32 bis R35 Ein GT-R mit Verbrennungsmotor ist eine sehr gute Nachricht für Enthusiasten. Ohne die passende EV-Technologie ergibt ein rein batterieelektrischer „Godzilla“ wenig Sinn. Selbst mit Hybridisierung deutet sich beim R36 schon jetzt etwas Besonderes an. Das Thema Elektro-Sportwagen sehen hingegen Porsche beim 718, Ferrari mit dem Luce und Alpine mit der künftigen A110 anders. Wir sind gespannt, wer Recht behalten wird.