Nissan hat in Indien einen neuen 7-Sitzer-MPV vorgestellt. Der Gravite wird im südindischen Chennai gefertigt und richtet sich an Familien, die Platz, Flexibilität und einen günstigen Einstiegspreis suchen. Ab umgerechnet rund 6.200 Euro ist er erhältlich. Nach Europa oder gar Deutschland kommt er nicht. Der Name Gravite soll die Vielfalt der 1,4 Milliarden Inder widerspiegeln. Optisch setzt Nissan auf eine selbstbewusste Linie mit ausgeprägten Radhäusern, hoher Bodenfreiheit und charakteristischen C-förmigen Designelementen vorne und hinten. Die Türen öffnen besonders weit, um den Einstieg in alle drei Sitzreihen zu erleichtern. LED-Scheinwerfer mit integrierten Tagfahrlichtern sowie Dachschienen gehören zur Serienausstattung. Bildergalerie: Nissan Gravite 2026 Innen fasst der Gravite bis zu sieben Personen, und das trotz unter vier Metern Außenlänge. Die dritte Sitzreihe lässt sich herausnehmen, womit das Kofferraumvolumen auf 625 Liter anwächst. Eine speziell für das tropische Klima Indiens ausgelegte Klimaanlage soll auch bei extremer Hitze für angenehme Temperaturen im Innenraum sorgen. Viele Staufächer sollen zusätzlich den Alltag mit Kindern erleichtern. Technisch bietet der Gravite ein 20,3 Zentimeter großes Infotainmentsystem mit kabellosem Android Auto und Apple CarPlay sowie induktivem Laden. Das volldigitale Cockpit-Display misst 17,7 Zentimeter. Sicherheitstechnisch sind über 30 Systeme an Bord, darunter ESP, Traktionskontrolle, Berganfahrhilfe, Bremsassistent und ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung. Unter der Haube arbeitet ein 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner mit 72 PS und 96 Newtonmeter Drehmoment. Nissan bietet ihn wahlweise mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe oder einem automatisierten Handschaltgetriebe an. Letzteres trägt die Bezeichnung EZ-Shift AMT und soll Komfort für den Stadtverkehr mit Wirtschaftlichkeit verbinden. Zur Markteinführung gibt es zusätzlich eine limitierte Launch Edition mit exklusivem Styling, Premiumlautsprechern und erweiterter Innenausstattung. Dass solche Fahrzeuge in Europa kaum noch eine Rolle spielen, wirft eine berechtigte Frage auf. Kompakte Vans mit sieben Sitzen wie der Renault Scenic, der Ford C-Max oder der Touran von Volkswagen gehörten hierzulande über Jahre zu den meistgefragten Familienautos. Mit dem Siegeszug der SUVs verschwanden sie nach und nach vom Markt. Viele Familien vermissen bis heute ein bezahlbares, geräumiges Fahrzeug genau dieser Art. Den Gravite bekommen wir trotzdem nicht. Für Nissan ist Indien strategisch wichtig. Neben dem Gravite exportiert die Marke den Magnite bereits in mehrere Länder. Bis Mitte 2026 soll mit dem Tekton ein weiteres C-SUV auf dem indischen Markt folgen, für Anfang 2027 kündigt Nissan dort einen weiteren 7-Sitzer an. Das Wachstum spielt sich für die Marke gerade klar in Asien ab.