Seit 2022 gibt es den aktuellen Nissan Z, in Japan "Fairlady Z" genannt. Für Europa bleibt er eine verbotene Frucht, begründet wird das mit strengen Abgasvorschriften. Zu Jahresbeginn gab es jetzt eine Modellpflege für den japanischen Markt, jetzt ist das Modelljahr 2027 in den USA angekommen – mit Updates an mehreren Stellen. Wie beim JDM-Modell erhalten die Nicht-Nismo-Varianten ein Facelift mit neuer Frontschürze und einem geteilten Retro-Kühlergrill-Design, das an die Datsun-Ära erinnert. Außerdem bekommen Z Sport und Z Performance die neue Lackoption "Shinkai Green Pearl Metallic" (siehe unser Titelbild), die offenbar identisch mit dem "Unryu Green" ist, das wir im Januar am japanischen Modell gesehen haben. Bildergalerie: 2027 Nissan Z (USA) Inspiriert von einem Exterieur-Farbton des S30-Z aus den 1970er-Jahren, ist die neue Farbe ausschließlich in Kombination mit einem kontrastierenden schwarzen Dach erhältlich. Aufmerksame Leser werden zudem feststellen, dass das vordere Nissan-Emblem entfällt – stattdessen prangt dort nun das Z-Logo. Die neue Optik ist laut Nissan nicht nur Show: Nach der Neugestaltung von Stoßfänger und Grill soll es Vorteile bei Kühlung und Aerodynamik geben. Die mittlere Ausstattungsstufe Z Performance erhält für 2027 weitere Anpassungen, darunter neu gestaltete 19-Zoll-geschmiedete Räder in Schwarz, ein Interieur in Tan sowie ein verbessertes 15-Watt-Ladepad mit Kühlung. Außerdem verbaut Nissan in dieser Variante nun Monotube-Stoßdämpfer mit größerem Durchmesser, was Komfort und Handling verbessern soll. 2027 Nissan Z Nismo mit Sechsgang-Schaltgetriebe Wer zum Z Nismo greift, bekommt endlich ein manuelles Getriebe – für alle, die selbst schalten wollen. Das dritte Pedal kommt zusammen mit einer weiteren Abstimmung des 3,0-Liter-V6-Biturbo, die die Gasannahme verbessern soll. Active Sound Enhancement und Active Noise Cancellation bleiben an Bord, wurden aber so modifiziert, dass im Sportmodus ein aggressiverer Klang entsteht. Außerdem übernimmt Nissan für das Topmodell des Z die vorderen Bremsscheiben des GT-R, um eine bessere Verzögerung zu erzielen – zusammen mit einer kleinen Gewichtsreduzierung um rund 8,6 kg (19 Pfund). Nach dem Gewichtsverlust wurde die Vorderachse optimiert, zudem hat Nissan das Lenkgetriebe überarbeitet, um die interne Reibung um 20 Prozent zu senken. Im Innenraum gibt es einen neuen Schalthebel für das Sechsgang-Schaltgetriebe sowie das oben erwähnte kabellose Ladepad. Unabhängig von der Z-Variante verfügen alle Modelle über einen aktualisierten Kraftstofftank, der bei hohen Querbeschleunigungen eine gleichmäßige Kraftstoffversorgung der Pumpe sicherstellen soll. 2027 Nissan Z (USA) Nissan wird den Z des Modelljahres 2027 nächste Woche auf der New York Auto Show zeigen, bevor der überarbeitete Sportwagen im Sommer zu den amerikanischen Händlern kommt. Preise wurden noch nicht genannt. Das bisherige Basismodell startet in den USA bei etwas über 44.000 US-Dollar (rund 38.000 Euro), die Topversion liegt bei knapp über 67.000 Dollar (ungefähr 58.000 Euro). (Relativ) bezahlbare Sportwagen werden immer seltener – umso erfreulicher, dass Nissan den Z nicht nur am Leben hält, sondern ihn für 2027 auch weiterentwickelt. Obwohl das Unternehmen finanziell aktuell eine schwierige Phase durchläuft, hält es an seinem Performance-Aushängeschild fest – trotz der naturgemäß eher kleinen Zielgruppe. Da Toyota Supra und BMW Z4 in diesem Jahr auslaufen sollen, könnte 2026 tatsächlich zum Jahr des Z werden – erst recht, wenn ein Nismo mit drei Pedalen auf dem Weg ist. Unser Wunsch: Bringt ihn endlich nach Europa!