MG Motors legt im SUV-Segment nach. Mit dem neuen MGS9 PHEV bringen die Chinesen ihr erstes Modell mit bis zu sieben Sitzen an den Start. Das fast fünf Meter lange Plug-in-SUV ist ab sofort in Deutschland bestellbar und zielt klar auf Familien und Vielfahrer, die viel Platz und elektrische Reichweitenreserven wollen. Mit 4,98 Meter Länge und klar gezeichneten Flächen tritt der MGS9 PHEV deutlich größer auf als ein MG HS. Zum Vergleich: Ein Skoda Kodiaq ist "nur" 4,76 Meter lang. Die Front prägen schmale LED-Scheinwerfer, am Heck zieht sich ein mittlerweile alternativloses durchgehendes Leuchtenband über die gesamte Fahrzeugbreite. Die Proportionen bleiben trotz der Größe eher klassisch, MG verzichtet auf Designexperimente und setzt auf eine ruhige Linienführung. Bildergalerie: MGS9 PHEV 2026 Im Innenraum stehen drei Sitzreihen zur Verfügung. Je nach Konfiguration fährt der MGS9 PHEV mit fünf oder sieben Plätzen. Bei voller Bestuhlung passen 332 Liter ins Heck. Klappt man die zweite und dritte Reihe um, wächst das Ladevolumen auf bis zu 2.093 Liter. Große Türöffnungen sollen den Einstieg nach hinten erleichtern, der Zugang zur dritten Reihe funktioniert über verschiebbare Sitze in Reihe zwei. MG setzt im MGS9 PHEV auf helle Materialien und große Fensterflächen, um den Innenraum freundlicher wirken zu lassen. Je nach Ausstattung gehören ein Panorama-Glasschiebedach, 3-Zonen-Klimaautomatik und elektrisch verstellbare Vordersitze dazu. In der teureren Variante bietet MG zudem eine beige Innenausstattung an, die 650 Euro Aufpreis kostet und den Auftritt etwas edler wirken lässt. Beim Antrieb kombiniert MG einen 1,5-Liter-Turbobenziner mit einem Elektromotor. Die Systemleistung liegt bei 220 kW bzw. 299 PS, das maximale Drehmoment bei 390 Nm. Die Kraft landet über ein Automatikgetriebe an der Vorderachse. Den Sprint von 0 auf 100 km/h gibt MG mit 9,6 Sekunden an, die Höchstgeschwindigkeit mit 200 km/h. Rein leistungsmäßig zielt der MGS9 PHEV damit eher auf entspanntes Gleiten als auf Sport. Herzstück des Plug-in-Systems ist eine 24,7-kWh-Batterie. MG verspricht damit bis zu 100 Kilometer rein elektrische Reichweite nach WLTP. Geladen wird mit bis zu 11 kW AC, die Batterie soll unter optimalen Bedingungen in rund drei Stunden wieder voll sein. Für Langstrecken bleibt ein 65-Liter-Tank an Bord, der PHEV bringt zudem eine gebremste Anhängelast von bis zu 2.000 Kilogramm mit. Das Cockpit orientiert sich am aktuellen MG-Design. Zwei 12,3-Zoll-Displays stehen nebeneinander, eines als Instrumentenanzeige, eines als Touchscreen für Infotainment und Fahrzeugfunktionen. MG kombiniert die Displays mit klassischen Tasten für zentrale Funktionen. Apple CarPlay und Android Auto laufen kabellos, dazu kommen diverse Online-Funktionen über das Konnektivitätssystem MG iSMART. Bei den Assistenzsystemen setzt MG auf das bekannte Paket MG Pilot. Bis zu 16 Systeme fasst der Hersteller zusammen, darunter adaptiver Tempomat, Spurhalteassistent und Notbremsassistent. Im Euro-NCAP-Crashtest holt der MGS9 PHEV fünf Sterne. Sieben Airbags und eine versteifte Karosseriestruktur sollen das Sicherheitsniveau zusätzlich absichern und die Familienkundschaft abholen. In Deutschland startet der MGS9 PHEV in zwei Ausstattungslinien. Die Basis heißt Comfort und kostet ab 44.990 Euro inklusive Mehrwertsteuer, aber zuzüglich Transport. Darüber rangiert der Premium ab 48.790 Euro. Er bringt unter anderem eine sensorgesteuerte elektrische Heckklappe, ein Bose-Soundsystem mit zwölf Lautsprechern sowie belüftete und mit Massagefunktion ausgestattete Vordersitze mit. Wie bei allen aktuellen MG-Modellen in Europa gilt eine Garantie von sieben Jahren oder 150.000 Kilometern. Die Serviceintervalle liegen bei einem Jahr oder 24.000 Kilometern, je nachdem, was zuerst eintritt.