Fahrzeugkonfiguratoren sind eine unerschöpfliche Quelle für überraschende Entdeckungen. Kürzlich sind uns Stoff-Sitze in der neuen S-Klasse aufgefallen – aber wie wäre es mit einem SUV-Cabrio mit Handschaltung? Das fast schon vergessene VW T-Roc Cabriolet ist noch erhältlich, und ja: Man kann es weiterhin mit drei Pedalen bestellen. Ironischerweise gibt es den Golf GTI seit ein paar Jahren nur noch mit Automatik, während dieses hochbeinige Gefährt das manuelle Schalten noch erlaubt. Der T-Roc ist im Kern ein Golf mit anderer Karosserie und mehr Bodenfreiheit. Während das reguläre Modell inzwischen in die zweite Generation gewechselt ist, steckt das Cabrio-Pendant weiterhin in der ersten Generation fest. Aus gutem Grund: VWs einziges Cabrio bekommt keinen Nachfolger, die Produktion endet bis Mitte 2027. Bildergalerie: Volkswagen T-Roc Cabriolet (2022) Wer es offen mag, hat aber noch Zeit für das T-Roc Cabriolet – gewissermaßen ein geistiger Nachfolger des Eos mit Stahlklappdach. Und (auch mangels vieler Alternativen) das beliebteste Cabrio auf dem deutschen Markt. Da das Cabrio auf dem ursprünglichen T-Roc basiert, der 2017 eingeführt wurde, bietet es das alte und nach wie vor ziemlich gelungene VW-Interieurdesign. Heißt: Viele physische Tasten und Drehregler, statt nahezu alle Funktionen in einen Touchscreen zu verlagern. Der deutsche Konfigurator erinnert außerdem daran, dass Volkswagen weiterhin Autos mit manueller Klimaanlage verkauft. Günstig ist das T-Roc Cabriolet allerdings nicht. Mit 37.560 Euro vor Optionen ist es rund 7.000 Euro teurer als der neue T-Roc. Tatsächlich liegt es preislich näher am größeren Tiguan (39.175 Euro) als an seinem Namensspender. Auch wenn uns das T-Roc Cabriolet wegen seiner unorthodoxen Karosserieform ins Auge fiel: VW bietet weitere Modelle mit Handschaltung und dem älteren Cockpit-Design an. Der Polo und der Touran halten in Europa weiter durch – beim Polo gibt es sogar noch ein klassisches Fünfgang-Schaltgetriebe. Selbst der aktuelle Golf behält in niedrigeren Ausstattungen unterhalb des GTI noch ein Kupplungspedal. Seine Produktion wird übrigens ab 2027 nach Mexiko verlagert. VW T-Roc Cabriolet „Edition Grey“ (2022) Man weiß, dass man in einer merkwürdigen VW-Zeitlinie angekommen ist, wenn ein Kompaktvan und ein SUV-Cabrio manuelle Getriebe bieten, die sportlichen Kompakten aber nicht. Dass es das T-Roc Cabriolet und den Touran weiterhin gibt, dürfte manche ebenfalls überraschen – gerade Letzteren, wenn man bedenkt, dass dieser bereits seit 2015 auf dem Markt ist. Das Aus des T-Roc Cabriolet im nächsten Jahr wird das Ende der mainstreamtauglichen Cabrios im VW-Konzern markieren. Danach bleiben nur noch hochpreisige Offenfahrzeuge von Porsche, Lamborghini und Bentley. Audi plant nach dem Ende von A5 Cabriolet, TT und R8 eine Rückkehr ins Cabrio-Segment – allerdings mit einem ganz anderen Modell. Das spektakuläre Concept C deutet einen kommenden Elektro-Sportwagen mit Targa-Dach an.