Wir bei Motor1 merken es bei unseren Testwagen: In den letzten Jahren ist ein Schaltgetriebe hier eher die Ausnahme geworden, wo es früher noch die Regel war. Es gibt schlicht immer weniger Neuwagen mit manueller Schaltung auf dem Markt. Jüngstes Beispiel ist der Hyundai i10, dessen Produktion Ende 2025 beendet wurde. Wo wird man überhaupt noch fündig? Das soll unsere Übersicht zeigen. Stand ist der 13. Januar 2026. Was sind die Gründe für das sukzessive Verschwinden manueller Getriebe auf dem deutschen (und europäischen) Neuwagenmarkt? Erstens die technische Frage: Elektroautos benötigen konzeptionell keine Schaltung mehr, auch wenn Toyota eine Art virtuelles Knüppelerlebnis erforscht. Schaltgetriebe als exklusives Merkmal im Porsche 911 Carrera T (2025) Bei Verbrennern ist die Automatik (in welcher Form auch immer) eine Stellschraube, um den immer wichtigeren CO2-Ausstoss um das eine oder andere Gramm zu senken. Speziell in Verbindung mit einer stärkeren Hybridisierung für immer strengere Abgasnormen sind Schaltgetriebe eher ungünstig, ebenso mit Blick auf autonome Fahrfunktionen. Zweitens die finanzielle Frage: Je breiter man Automatikgetriebe in der Modellpalette skaliert, umso mehr kann man verdienen, während zugleich die Skalierung Herstellungskosten senkt. Im Fall von Sportwagen wie dem Porsche 911 T oder dem (jüngst ausgelaufenen) Honda Civic Type R wird eine klassische Schaltung gar zu einem kostspieligen Extra für Liebhaber. Bei einem Mazda MX-5 ist ein manuelles Getriebe hingegen Teil der DNA und in der dortigen Ausführung legendär. Schaltgetriebe finden sich noch verstärkt in der Kompaktklasse und darunter, um niedrige Einstandspreise auf dem Papier gewährleisten zu können. Oftmals gibt es aber für diese Basismodelle nur eine Ausstattung mit den nötigsten Dingen. Wo wird man also noch fündig? Lassen Sie uns schauen. Marke Modelle Audi A1, Q2 (beide bald auslaufend), A3 BMW M2 (optional), M3 (optional), M4 (optional), Z4 (sDrive 20i und M40i Pure) Caterham Seven Citroën C3, C3 Aircross, Berlingo Cupra Leon, Formentor Dacia Sandero, Jogger, Duster, Bigster Fiat 500 Hybrid, Pandina, Grande Panda, Doblo Ford Puma, Kuga, Mustang, Ranger, Tourneo Courier, Tourneo Connect, Tourneo Custom Hyundai i10 (Auslaufmodel), i20, i30, Kona, Bayon, Tucson Isuzu D-Max Jeep Avenger KGM Tivoli, Torres, Korando, Actyon, Musso Kia Picanto, K4, XCeed, Stonic, Sportage Koenigsegg CC850 Lotus Emira Mazda 3, MX-5, CX-30 Mercedes T-Klasse MG 3, ZS, HS Mitsubishi Colt, ASX, Grandis Morgan Plus Four, Super 3 Nissan Juke, Qashqai, Townstar, Primastar Opel Corsa, Mokka, Astra, Combo Peugeot 208, 2008, Rifter Porsche 911 T Renault Clio, Captur, Kangoo Seat Ibiza, Arona, Leon, Ateca Skoda Fabia, Scala, Kamiq, Karoq, Octavia Suzuki Swift, Vitara, S-Cross Toyota GR Supra, Hilux, Proace City Verso, Proace Verso Volkswagen Polo, Golf, Taigo, T-Cross, T-Roc Cabrio, Caddy, Transporter Man sieht: Der Markt wird immer überschaubarer. Marken wie Mini oder Volvo haben gar keine Schaltwagen mehr, BMW, Mercedes oder Porsche so gut wie nicht mehr. Die Nachfrage sei nicht vorhanden, heißt es oft. Was übrigens auch Konsequenzen für Fahrschulen hat. Wo es keine neuen Autos mit Schaltgetriebe mehr gibt, können Schüler auch nicht mehr das Fahren mit drei Pedalen erlernen.