Da beißt die Maus keinen Faden ab: Der rein elektrische EQE ist bei der Kundschaft nicht so angekommen, wie es sich Mercedes erhofft hatte. Zu glatt und beliebig war das Design, wenngleich er technisch nicht so schlecht. Aber inzwischen verlangt das Premium-Segment nach 800-Volt-Technik, das weiß man auch in Stuttgart. Daher setzt Mercedes bei seinen neuen Elektroautos zum einen auf diese Technik für kurze Ladezeiten, der neue CLA und der GLC EQ machen es vor. Bald folgt eine elektrische C-Klasse auf dedizierter Strom-Plattform. Parallel bekommt der Verbrenner-C ein Facelift. Ähnlich wird man wohl auch bei der E-Klasse vorgehen. Das zeigen jetzt erste Erlkönigbilder. Die aktuelle Baureihe 214 ist seit 2023 auf dem Markt, der EQE (5.315 Neuzulassungen in Deutschland im vergangenen Jahr), kam 2022. Analog zum GLC EQ erwarten wir auch an der EQ-E-Klasse einen großen Grill, der durch Lichteffekte Chrom imitieren soll. Mercedes GLC EQ (2025) Am Nürburgring ist erstmals ein Prototyp einer AMG-Version der kommenden elektrischen E-Klasse gesichtet worden. Das Fahrzeug deutet darauf hin, dass Mercedes-Benz seine obere Mittelklasse künftig ebenfalls konsequent mit Elektroantrieb positioniert. Nach dem bereits vorgestellten GLC mit EQ Technology sowie dem angekündigten Nachfolger der C-Klasse mit entsprechender Technik wird auch die nächste Generation der E-Klasse als vollelektrisches Modell folgen. Die neue E-Klasse mit EQ Technology soll zudem in einer Hochleistungsausführung von Mercedes-AMG erscheinen. Diese Variante könnte auf der kommenden AMG.EA-Plattform basieren, die auch für die nächste Generation des AMG GT 4-Door Coupé vorgesehen ist. Damit würde die Baureihe eine eigenständige technische Basis für leistungsorientierte Elektrofahrzeuge erhalten. Mercedes E-Klasse 220 d (2023) Mercedes-AMG E-Klasse EQ (2027) Erlkönig Bislang befindet sich das Modell in einer frühen Erprobungsphase. Die elektrische E-Klasse wird bereits seit dem vergangenen Jahr getestet und soll mittelfristig die Rolle der EQE Limousine übernehmen, deren Markterfolg hinter den Erwartungen geblieben ist. Die nun gesichtete AMG-Variante lässt sich durch mehrere Merkmale identifizieren. Dazu zählen spezifische AMG-Raddesigns, verbreiterte Kotflügel sowie eine modifizierte Frontschürze mit stärker ausgeprägten Lufteinlässen. Am Heck ist zudem eine angedeutete Spoilerlippe erkennbar, die auf eine sportlichere Ausrichtung hinweist. Der aktuelle Prototyp zeigt noch keine seriennahen Leuchteinheiten. Stattdessen sind einfache Platzhalter für Scheinwerfer und Rückleuchten verbaut, was auf einen frühen Entwicklungsstand schließen lässt. Auch Details zur finalen Karosseriegestaltung bleiben daher offen. Mercedes-AMG E-Klasse EQ (2027) Erlkönig Hinsichtlich der Antriebstechnik gibt es bislang keine bestätigten Angaben. In Branchenkreisen wird jedoch davon ausgegangen, dass die AMG-Version eine leistungsreduzierte Ausprägung der AMG.EA-Architektur nutzen könnte. Im Raum stehen Leistungswerte zwischen 800 und 900 PS. Gleichzeitig ist aufgrund der erforderlichen Batteriekapazität mit einem hohen Fahrzeuggewicht zu rechnen, was Auswirkungen auf Fahrdynamik und Effizienz haben dürfte.