Alle bisherigen Daten deuten darauf hin, dass 2025 weltweit ein gutes Jahr für den Neuwagenabsatz war. Die bislang erfassten Zahlen aus 92 globalen Märkten (für 21 davon mit Dezember-Schätzungen) zeigen, dass die weltweiten Verkäufe von leichten Fahrzeugen (Pkw, Pick-ups und leichte Nutzfahrzeuge) 90,5 Millionen Einheiten erreichten – ein Plus von 4,1 Prozent gegenüber 2024. In dieser Summe nicht enthalten sind der Iran, ein Markt mit 1,3 Millionen Einheiten, für den noch keine Daten vorliegen, ebenso wie kleinere Märkte in Zentralasien, Afrika, Lateinamerika und Ozeanien. Die positiven Ergebnisse sind ermutigend – insbesondere vor dem Hintergrund des intensiven Preiskampfs in China, der Handelsspannungen mit den USA und des schwachen Wachstums in Europa. Welche sind die größten Automärkte? Auf Platz zehn liegt ein europäisches Land: Mit 1,71 Millionen Einheiten behauptete Italien seine Position im globalen Ranking, trotz eines Rückgangs um 2,4 Prozent gegenüber 2024. Die geringe Verbreitung von Elektroautos und die geschwächte Position des einzigen großen heimischen Herstellers Stellantis wirkten sich spürbar auf den Gesamtmarkt aus. Auf Platz neun folgt Kanada mit knapp 1,9 Millionen Einheiten. Anders als in Italien stieg das Volumen hier um 2,3 Prozent gegenüber 2024, getragen von einer zunehmenden Nachfrage nach bestimmten leichten Pick-ups, die die Auswirkungen der US-Zölle ausgleichen konnten. Auf Rang acht steht ein weiterer europäischer Markt: Frankreich. Mit knapp 2 Millionen Einheiten verzeichnete das Land den stärksten Jahresrückgang innerhalb der Top 10 – minus 5,1 Prozent. Die Pkw-Zulassungen erreichten laut BestSellingCarsBlog.com den niedrigsten Stand seit 50 Jahren. Das Vereinigte Königreich liegt mit 2,3 Millionen Einheiten auf Platz sieben, ein Plus von 1,4 Prozent. Möglich wurde das Wachstum durch Pkw (+3,5 Prozent), gestützt von einer starken Nachfrage nach Elektroautos, deren Absatz um 24 Prozent stieg und damit nahezu ein Viertel des Gesamtvolumens ausmachte. Vor dem Vereinigten Königreich liegt Brasilien – der einzige lateinamerikanische Markt in den Top 10 und der zweitgrößte unter den Schwellenländern. Das Volumen wuchs um 2,9 Prozent auf 2,5 Millionen Einheiten. Ausschlaggebend dafür waren bessere makroökonomische Indikatoren und ein größeres Modellangebot durch den Markteintritt chinesischer Marken. Der fünftgrößte Automarkt der Welt bleibt Deutschland mit 3,2 Millionen Einheiten, auch wenn das Plus mit 0,6 Prozent sehr gering ausfiel. Das spiegelt die europäische Stagnation wider, in der immer weniger Menschen Neuwagen kaufen. Japan liegt mit knapp 4,6 Millionen Einheiten vor Deutschland; davon entfielen 37 Prozent auf Kei-Cars (Kleinstwagen). Der Gesamtmarkt wuchs um 3,3 Prozent, angetrieben durch die Erholung von Daihatsu, die 2024 von einem Skandal stark getroffen worden war. Japan ist ein weiteres Beispiel für einen stagnierenden Markt ohne langfristige Wachstumsperspektiven. Indien überholte Japan und sicherte sich mit 5,54 Millionen verkauften Einheiten Rang drei weltweit. Die Gesamtzahl (einschließlich geschätzter leichter Nutzfahrzeuge) stieg um 5,9 Prozent, getrieben durch das Wachstum der Mittelschicht und eine verbesserte Qualität lokal produzierter Fahrzeuge. Wie seit 2013 bleiben die USA der zweitgrößte Automarkt der Welt. Mit 16,3 Millionen Einheiten wuchs der Markt um 2,2 Prozent. Auch wenn das Plus moderat ist, ist es angesichts turbulenter Zeiten im Zusammenhang mit der Zollpolitik der amtierenden Regierung bemerkenswert. China behauptet seinen Status als weltweit größter Automarkt. Der aggressive Preiskampf machte Autos für einen größeren Teil der Bevölkerung erschwinglich, während die Regierung weiterhin den Absatz von NEV (New Energy Vehicles, Fahrzeuge mit neuer Energie) unterstützte. Das Ergebnis war ein Absatzplus von 6,7 Prozent auf 27,3 Millionen Einheiten. Markt 2024 2025 Veränderung in % China 25.587.629 27.302.000 +6,7 % USA 15.920.807 16.278.555 +2,2 % Indien 5.233.821 5.540.029 +5,9 % Japan 4.421.494 4.565.777 +3,3 % Deutschland 3.134.153 3.153.186 +0,6 % Brasilien 2.479.380 2.551.429 +2,9 % Großbritannien 2.304.612 2.335.942 +1,4 % Frankreich 2.100.249 1.992.747 -5,1 % Kanada 1.854.966 1.897.058 +2,3 % Italien 1.757.407 1.714.734 -2,4 % Datenquelle: nationale Statistiken