Der deutsche Automobilmarkt hat im März 2026 einen deutlichen Gang hochgeschaltet. Mit insgesamt 294.161 fabrikneuen Personenkraftwagen verzeichnete das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ein sattes Plus von 16,0 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Damit schließt das erste Quartal mit einem soliden Zuwachs von 5,2 % ab. Besonders auffällig: Während die gewerblichen Zulassungen (Anteil: 65,0 %) um 13,0 % zulegten, schoss das private Interesse mit einem Plus von 22,2 % deutlich stärker nach oben. Die 10 meistverkauften Modelle im März 2026 Unabhängig von Segmenten und Klassen zeigt die Zulassungsstatistik der einzelnen Modelle gewisse Überraschungen. Das Tesla Model Y konnte stark zulegen und stieg auf Platz 2 der Top 10: Modell Neuzulassungen März 2025 VW Golf 8.819 Tesla Model Y 6.841 VW T-Roc 5.855 VW Tiguan 5.705 Opel Corsa 4.815 BMW X1 4.620 Skoda Octavia 4.418 Audi A6 3.996 Mercedes GLC 3.962 Skoda Elroq 3.872 Interessant sind auch die Plätze danach: Auf 11 der BMW X3 mit 3.795 Neuzulassungen, auf 12 der Hyundai Tucson (3.732). Unter den deutschen Marken fiel die Entwicklung uneinheitlich aus, insgesamt jedoch positiv. Besonders stark legte Smart zu, mit einem Zuwachs von 189,6 Prozent, allerdings bei einem weiterhin sehr niedrigen Marktanteil von 0,2 Prozent. Deutliche zweistellige Zugewinne verzeichneten zudem Opel (+ 43,0 %), Audi (+ 25,0 %) und BMW (+ 16,5 %). Auch Ford (+ 8,7 %) und Volkswagen (+ 3,2 %) steigerten ihre Zulassungszahlen. Volkswagen blieb mit einem Anteil von 17,9 Prozent weiterhin die volumenstärkste Marke auf dem deutschen Markt. Rückgänge musste hingegen Porsche (- 12,1 %) hinnehmen. Importmarken: starke Dynamik bei kleinen Volumen Bei den Importmarken sorgten vor allem kleinere Anbieter für auffällige Wachstumsraten. Lynk & Co und Aston Martin erzielten mit Zuwächsen von über 3.000 Prozent außergewöhnliche Steigerungen, allerdings bei sehr geringen absoluten Stückzahlen. Lynk & Co 08 (2025) Unter den volumenstärkeren Importmarken konnten Skoda (+ 34,0 %) und Hyundai (+ 29,5 %) zweistellig zulegen. Seat verzeichnete dagegen ein Minus von 4,9 Prozent. Skoda blieb mit einem Marktanteil von 8,4 Prozent die stärkste Importmarke. Bemerkenswert ist die Entwicklung bei neuen und elektrifizierten Marken: BYD (+ 327,1 %), Leapmotor (+ 318,1 %), Tesla (+ 315,1 %), Xpeng (+ 211,9 %) und Alpine (+ 138,5 %) wuchsen jeweils dreistellig. Deutliche Rückgänge zeigten hingegen Maxus (- 92,3 %) und Nio (- 90,5 %). Elektroautos treiben den Markt Ein wesentlicher Wachstumstreiber bleibt die Elektromobilität. Im März wurden 70.663 batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) neu zugelassen. Das entspricht einem Plus von 66,2 Prozent und einem Marktanteil von 24,0 Prozent. Abzuwarten bleibt, ob die derzeitige Spritpreis-Krise für einen noch höheren Absatz sorgen wird. Renault Twingo (2026) als Basisversion für unter 20.000 Euro: Wird er dem E-Auto-Markt noch mehr Schub geben? Hybridfahrzeuge (inklusive vieler Mildhybride) erreichten mit 117.846 Einheiten einen Anteil von 40,1 Prozent (+ 16,2 %). Darunter befanden sich 29.996 Plug-in-Hybride, deren Zulassungen um 13,0 Prozent zunahmen. Konventionelle Antriebe verloren dagegen weiter an Bedeutung. Benziner kamen auf 66.959 Einheiten (- 4,9 %) und einen Anteil von 22,8 Prozent. Diesel-Pkw gingen leicht um 0,6 Prozent zurück und erreichten einen Marktanteil von 12,8 Prozent. Alternative Kraftstoffe spielen weiterhin eine marginale Rolle: 1.015 Fahrzeuge mit Flüssiggas wurden neu zugelassen (-18,9 %), während lediglich ein Fahrzeug mit Brennstoffzelle registriert wurde. Für Erdgasfahrzeuge wurden im März keine Neuzulassungen gemeldet. Der März 2026 markiert eine klare Belebung des deutschen Pkw-Marktes. Wachstumstreiber sind vor allem gewerbliche Zulassungen und elektrifizierte Antriebe. Während etablierte Hersteller solide zulegen, gewinnen neue Anbieter – insbesondere aus dem Elektrosegment – weiter an Sichtbarkeit, wenn auch auf niedrigem Niveau.