BYD gibt offen zu: Der erste Atto 3 konnte nicht mithalten. Die Antwort: Nach nur drei Jahren bekommt das Elektro-SUV eine komplett neue Plattform mit 800 Volt-Technik, bis zu 449 PS und Allradantrieb. Wir sind schon mal gefahren. Den ausführlichen Testbericht mit allen Daten, Fotos und Infos lesen Sie HIER bei InsideEVs.de. Ehrlichkeit ist selten in der Autowelt. BYD sagt klipp und klar: Der alte Atto 3 reichte nicht gegen die starke Konkurrenz im SUV-C-Segment. Also packten die Chinesen dem SUV die technische Basis des größeren Sealion 7 unter die Karosserie. Von außen sieht man davon fast nichts, unter der Haut ist alles neu. 800 Volt (naja, fast) und 3,9 Sekunden auf 100 Die e-Plattform 3.0 ist auf 800 Volt ausgelegt, die Batterie arbeitet allerdings nur mit 500 Volt. Eine kleine Mogelpackung, die in der Praxis aber kaum stört: 220 kW Ladeleistung füllen die 75-kWh-Batterie in 25 Minuten von zehn auf 80 Prozent. Die Reichweite wuchs auf bis zu 510 Kilometer nach WLTP. Der größte Unterschied zum Vorgänger: Heckantrieb statt Frontantrieb. Die Basisversion leistet 230 kW (313 PS), sprint in 5,5 Sekunden auf 100 km/h und ist bereits erstaunlich spritzig. Die Allrad-Version Excellence legt noch einen drauf: 330 kW (449 PS), 560 Newtonmeter und 3,9 Sekunden auf Tempo 100. Das schafft in dieser Klasse kein Konkurrent. Innen europäischer, außen dezent BYD hat den Innenraum deutlich aufgewertet. Hochwertigere Materialien, aufgeräumteres Design, elektrisch verstellbare Sitze vorn (auch Beifahrerseite!), beheizt und belüftet in der Excellence-Version. Die wie Gitarrensaiten angeordneten Gummibänder in den Türen sind eine witzige Lösung, die funktioniert. Erstmals gibt es einen 95-Liter-Frunk, der Kofferraum wuchs um 50 auf 490 Liter. Google Maps, Google Assistant und Play Store sind integriert, das 15,6-Zoll-Display reagiert flott. Witzig: Die Türöffner sitzen über den Lautsprechern und fallen kaum auf, funktionieren aber perfekt. Straff, leise, schnell Das Fahrwerk ist deutlich straffer als bei China-Konkurrenten, fast schon europäisch hart abgestimmt. Die Lenkung bietet direktes Feedback, völlig untypisch für chinesische Autos. Herausragend ist die Akustik: Der Atto 3 EVO ist sehr leise, Reifen- und Windgeräusche bleiben auch bei hohem Tempo dezent. Im Testmix lag der Verbrauch bei rund 18 kWh auf 100 Kilometer. Die Fahrleistungen fühlen sich knackig an, 60 auf 100 km/h schafft das SUV in rund zwei Sekunden. Kritikpunkte: Kein echter One-Pedal-Modus, die Verkehrszeichenerkennung funktioniert kaum, die Touch-Bedienung des Panoramadachs reagiert träge. Kampfpreise BYD greift preislich an. Die Design-Version startet bei 44.990 Euro, mit Förderung sinkt der Preis auf 34.990 Euro. Die Excellence mit Allrad kostet 50.990 Euro (39.990 Euro mit Förderung). Leasing gibt es ab 299 Euro monatlich. Damit liegt BYD deutlich unter vielen Wettbewerbern und bietet mehr Ausstattung. Acht Jahre Batteriegarantie, sechs Jahre Fahrzeuggarantie inklusive. Fazit: BYD hat gelernt Der Atto 3 EVO zeigt, was die Chinesen können, wenn sie ernst machen. Technisch komplett neu, optisch bewusst zurückhaltend. Die 3,9 Sekunden auf 100 km/h sind in dieser Klasse konkurrenzlos, die Serienausstattung üppig, die Preise attraktiv. Wer ein gut ausgestattetes Elektro-SUV mit viel Reichweite, schnellem Laden und knackigen Fahrleistungen sucht, sollte den Atto 3 EVO auf die Liste setzen. Alle technischen Daten, ausführliche Messwerte, Konkurrenzvergleich und viele weitere Details lesen Sie im kompletten Test auf InsideEVs.de.