Ihre Ziffer ist weltweit bekannt, als BMW-Baureihe ist sie nicht mehr wegzudenken. 2026 fährt die 3er-Reihe in eine neue Generation, parallel bekommt sie den vollelektrischen i3 zur Seite gestellt. Doch bevor es soweit ist, feiert der 3er seinen 50. Geburtstag. Alles beginnt unter dem Kürzel E21 ... Im Juli 1975 stellt BMW die erste 3er-Reihe als Nachfolger der 02-Serie vor. Erstmals gruppiert sich das fahrerorientierte Cockpit bogenförmig um die Person auf dem Fahrersitz. Das Design des E21 stammt von Paul Bracq, der bereits den ersten 5er (E12) entworfen hat. Typisch ist die gepfeilte Frontpartie alias "Haifischnase". Bildergalerie: BMW 3er-Reihe (E21, 1975-1983) Die ersten Modelle des 3er werden noch ohne die schwarze Kunststoffblende zwischen den Heckleuchten ausgeliefert. Kundenproteste über das karge Heck führen dazu, dass BMW vier Monate nach Produktionsstart im August 1975 besagte geriffelte Heckblende einführt. Zum Debüt sind die Modelle 316, 318, 320 und 320i verfügbar. Der BMW 316 ist mit einem 1,6-Liter-Vierzylinder-Reihenmotor mit Registervergaser ausgestattet. Ab 1980 erhält er einen überarbeiteten 1,8-Liter-Motor, um neue Abgasauflagen zu erfüllen, mit 90 PS und der für BMW typische Fahrfreude. Der BMW 318 verfügt über einen 1,8-Liter-Reihenmotor mit Registervergaser, leistet 98 PS und erreicht 165 km/h. Die Produktion endet 1980, die Einspritzversion 318i ersetzt ihn ab 1979. Der 318i hat einen Bosch-K-Jetronic-Einspritzer, leistet 105 PS und ist etwa fünf Prozent sparsamer. Der E21-3er und seine Nachfolger Die Modelle 320 und 320i der 2-Liter-Klasse sind von Beginn an leistungsstark. Der 320i mit mechanischer Einspritzung leistet 125 PS und erreicht 180 km/h. Er gilt ein Jahr nach Einführung als beste Limousine der Welt bis zwei Liter Hubraum. 1977 ersetzt ein neuer 320 mit Sechszylinder-M20-Motor die Vierzylinder-Variante auf dem deutschen Markt. Zusammen mit dem BMW 323i, der Anfang 1978 in Produktion geht, präsentieren sie erstmals Sechszylinder in der Klasse. Der 323i hat einen neu konstruierten Sechszylinder-Reihenmotor mit mechanischer Saugrohreinspritzung, leistet 143 PS und wird durch angepasste Fahrwerkstechnik, Bereifung und Bremsen ergänzt. Äußerlich ist er an der Doppelrohr-Auspuffanlage zu erkennen. Die Kombination aus sportlichem Fahrwerk, Wendigkeit und kraftvollen Motoren ist im Wettbewerb einzigartig. Am "Schubkarren-Auspuff" erkennt man den BMW 323i Im August 1979 erfolgt eine Modellpflege für das Modelljahr 1980. Alle 3er erhalten neu aufgeteilte Rückleuchten, Außenspiegel aus schwarzem Kunststoff im Spiegeldreieck und modifizierte Frontschürzen mit größerem Spoiler. Der Kühler wird nach vorne verlagert, der Lüfter der Sechszylindermodelle keilriemengetrieben, die Abgasanlage überarbeitet, insbesondere der 323i leiser. Im Innenraum gibt es eine neue Mittelkonsole mit rundem Warnblinkschalter, geänderte Heizungsbedienung und einen Schalthebelknopf mit Plexiglas-Schaltschema. BMW 3er-Reihe (E21, 1975-1983) Im Mai 1981 läuft der einmillionste BMW 3er der ersten Generation vom Band. Insgesamt entstehen 1.364.039 Fahrzeuge aller Motorisierungen. Im Dezember 1982 erscheint das Nachfolgemodell E30, das erstmals auch als Viertürer, Vollcabrio ab 1985, Kombi ab 1987 und mit Dieselmotor erhältlich ist. Die erste 3er-Reihe ist nur als zweitürige Limousine verfügbar. Von 1977 bis 1982 vertreibt die Firma Baur in Stuttgart ein "Topcabriolet" mit festen Säulen über das BMW-Händlernetz, das für alle Motorvarianten erhältlich ist. Insgesamt entstehen 4.595 Einheiten. Gegen Ende der E21-Ära führt BMW 1981 den 315 als preiswertes Einstiegsmodell mit 1,6-Liter-Vierzylinder und 75 PS ein. Die Ausstattung ist reduziert, die Innenraummaterialien einfacher und er kommt ab Werk ohne Halogen-Scheinwerfer. Der 315 wird bis Ende 1983 produziert und ist mit über 100.000 gebauten Exemplaren erstaunlich beliebt.