Volkswagen könnte bald damit anfangen, kommunikative Problemzonen im Zusammenhang mit seinem Elektroauto-Portfolio anzugehen. Der Konzern kündigte bereits im vergangenen September an, seinen ID-Modellen künftig wieder „richtige“ Namen geben zu wollen. Aus der Studie ID.2 etwa wird ja nun in der Serie der ID. Polo. Nun könnt es namenstechnisch auch dem ID. 4 an den Kragen gehen. Er soll wohl zum ID. Tiguan mutieren. Laut Automotive News Europe hat die IG Metall die mögliche Namensänderung vergangene Woche auf einer Pressekonferenz bekannt gemacht. Der Name ID. Tiguan soll demnach gemeinsam mit einer umfassend überarbeiteten Version des Elektro-SUV eingeführt werden – und das dürfte in absehbarer Zeit passieren. „Unsere Modellnamen sind fest in den Köpfen der Menschen verankert“, sagte Thomas Schäfer, CEO der Marke Volkswagen, im vergangenen Jahr. „Sie stehen für eine starke Marke und verkörpern Eigenschaften wie Qualität, zeitloses Design und Technologien für alle. Deshalb führen wir unsere bekannten Namen in die Zukunft.“ Der ID.4 ging 2020 in Produktion und ist seit Frühjahr 2021, also tatsächlich schon wieder fünf Jahre auf dem Markt. Höchste Zeit also für ein Facelift, das noch in diesem Jahr debütieren wird. Volkswagen wird den ID.4 bzw. den ID. Tiguan wohl noch bis 2031 bauen. Wie sehr sich die Modellpflege samt neuem Namen optisch vom jetzigen Entwurf unterscheiden wird, bleibt abzuwarten. Volkswagen ist nicht der erste Hersteller, der seine Namensstrategie bei Elektroautos anpasst. Im Februar kündigte Mercedes-Benz an, das „EQ“-Präfix zu streichen und stattdessen einen „EQ Technology“-Zusatz zu verwenden. Audi änderte 2025 ebenfalls die Richtung und gab das "Gerade-Ungerade"-Ziffernschema für Elektro- und Verbrennermodelle auf, um die Kundschaft nicht zu verwirren. Stattdessen sollen E-Modelle und Verbrenner künftig dieselbe Zahl tragen, aber unterschiedliche Bezeichnungen – etwa E-Tron und TFSI. Motor1 meint: Die Verbindung des ID.4 mit dem meistverkauften Modell der Marke dürfte die Bekanntheit des E-Autos bei Kaufinteressierten erhöhen. Volkswagen hat mit seinen Modellnamen einen hohen Wiedererkennungswert – und es ergibt wenig Sinn, wenn Volkswagen und andere Hersteller Verbrenner- und batterieelektrische Fahrzeuge weiterhin in getrennte Linien aufspalten, die bei der Käuferschaft eher für Verwirrung sorgen.