Den aktuellen Zufriedenheitsstatus bezüglich der eigenen Elektro-Situation könnte man beim Volkswagen wohl als zwiespältig bezeichnen. In Deutschland und Europa läuft es inzwischen sehr ordentlich, da ist man Marktführer bei den rein Elektrischen. Alles in allem hat man aber noch einen ziemlich weiten Weg vor sich - lediglich 8,1 Prozent der weltweiten Verkäufe entfielen auf Elektroautos. 2026 könnte sich das zum Positiven verändern. Größter Hoffnungsträger ist der kommende "Volks-Stromer" ID.Polo. Aber auch in das durchaus umfangreiche Facelift des ID.4 dürfte man in Wolfsburg einiges an Erwartungen stecken. Zuletzt hatten die VWler angekündigt, die etwas unpersönlichen Buchstaben-Zahlen-Namen ihrer E-Autos zu ändern und auch für sie die Namen zu nutzen, die die Menschen kennen und schätzen. Nächster im Bunde (nach dem ID.Polo) könnte besagter ID.4 sein, der wohl zum ID.Tiguan mutieren wird. Offiziell bestätigt ist noch nichts, allerdings berichtete kürzlich Automotive News unter Berufung auf Vertreter der IG Metall. Erste Spekulationen zum Design Nicht ganz verkehrt wäre es zudem, wenn man mit den Namenswechsel auch dem Design des ID.4 einen gehörigen Tritt in den Hintern verpasste. Angesichts der Optik des aktuellen Modells dürfte kaum jemand klagen, wenn man das Design des glubschigen E-Crossovers an das des Tiguan anpassen würde. Bisherige Erlkönigbilder deuten eher darauf hin, dass man sich recht stark an der Studie ID.Cross orientiert. Auch das wäre deutlich besser als das aktuelle Design. Mit unserem aktuellen Rendering haben wir versucht, das Ganze ein bisschen vorwegzunehmen. Die Proportionen und die Linienführung des Fahrzeugs werden ziemlich gleich bleiben. Volkswagen ID. Tiguan (2026), das Rendering von Motor1.com An der Front wird es ein breiteres Leuchtenband zwischen den Scheinwerfern geben. Zudem könnten die bisher eher dreieckig gezeichneten Lampen zugunsten einer schmaleren, sachlicheren Formgebung verschwinden. Auch das Heck, das hier nicht im Detail zu sehen ist, dürfte der gleichen Linie folgen: mit einer prägnanteren Lichtsignatur und mehr Nähe zum ID.Cross. Nicht wirklich überraschend wäre es zudem, wenn der Innenraum des ID.4 größere Änderungen erführe. Eine Annäherung an das, was wir zuletzt beim kommenden ID.Polo und (einmal mehr) dem ID-Cross beobachten konnten, erscheint plausibel. Effizientere Motoren und größere Batterien Technisch soll das ID.4-Facelift so umfangreich ausfallen, dass es sich eher um eine neue Generation handelt. Während das Auto bisher auf dem MEB basiert, wird nun auf den MEB+ umgestellt. Dazu gehören wohl neue Batterien. Volkswagen ID.4 GTX Die neue Batterie ist in Cell-to-Pack-Bauweise ausgeführt, das heißt, man spart sich die Module – das sorgt für eine größere Energiedichte auf Packebene. Wenn der ID.4 dem Vorbild ID. Polo folgt, könnte er auch neue Siliciumcarbid-Inverter für mehr Effizienz erhalten, was ebenfalls der Reichweite zugute käme. Bisher ist bei 572 km Schluss. Aktuell umfasst die Baureihe Varianten mit 52 kWh- und 77 kWh-Batterien. Im Programm finden sich Modelle mit Heck- und Allradantrieb sowie Leistungen von 170 PS, 286 PS und 340 PS. Offiziell vorstellen wird man den üppig optimierten ID.4/ID.Tiguan wohl im Herbst 2026. Der Markstart könnte dann Ende 2026 oder Anfang 2027 erfolgen. Bildergalerie: Volkswagen ID. Tiguan (2026), das Rendering von Motor1.com