Kompakt ist das neue Groß. Der Antilope Van Flex 5 geht 2026 in die nächste Runde und zeigt, warum weniger Außenmaß oft mehr Alltag bedeutet. Der Ausbau bleibt überschaubar, die Idee dahinter nicht: möglichst viel Camper auf möglichst wenig Meter. Schon die bisherigen Varianten konnten überzeugen, wie ein Blick auf den Antilope Van Flex Plus und Flex 5 zeigt. Auch die Basis hat sich bewährt. Wer den Renault Trafic Escapade Camper kennt, weiß die Vorzüge des französischen Transporters zu schätzen. Nun legt der Hersteller mit einem deutlichen Facelift für das kommende Modelljahr ordentlich nach. Bildergalerie: Antilope Van Flex 5 und Flex 5 Confort (2026) Die Basis bleibt vertraut: ein Renault Trafic L1H1, also bewusst kurz und niedrig gehalten. Genau darin liegt der Reiz. Alltagstauglich, parkhausfreundlich und trotzdem ein vollwertiger Camper mit fünf Sitzplätzen und Schlafmöglichkeiten für bis zu vier Personen. Im Innenraum hat Antilope spürbar nachgelegt. Die Möbel wirken durchdachter, die Stauräume größer und vor allem besser erreichbar. Statt hektischer Ausbau-Akrobatik setzt der Flex 5 auf klare Wege und einfache Abläufe. Wer schon einmal versucht hat, im Van eine verschwundene Pfanne wiederzufinden, weiß das zu schätzen. Bilder von: Antilope Van Das Raumkonzept bleibt variabel. Die Rückbank lässt sich verschieben und verwandelt sich zusammen mit dem Heckbereich in eine Liegefläche. Ergänzt wird das Ganze durch ein Aufstelldach mit zusätzlichem Bett. Unten entstehen rund 190 mal 120 Zentimeter, oben etwa 190 mal 130 Zentimeter Liegefläche. Für einen Kompaktvan ist das mehr als ausreichend – und vor allem familientauglich. Die Küche sitzt klassisch an der Seite, wirkt aber moderner. Zwei-Flammen-Gaskocher, Spüle und ein 51-Liter-Kompressorkühlschrank gehören zur Serienausstattung. Dazu kommen clevere Details wie zusätzliche Ablagen und eine besser zugängliche Besteckschublade. Kein Design-Feuerwerk, aber funktional bis ins Detail gedacht. Bilder von: Antilope Van Spannend wird es beim Thema Autarkie. Antilope gibt rund fünf Tage Unabhängigkeit an – je nach Nutzung natürlich. Möglich machen das unter anderem ein 85-Liter-Frischwassertank, 42,5 Liter Abwasser, ein 400-Watt-Solarsystem und ein 1200-Watt-Wechselrichter. Das ist für diese Fahrzeugklasse durchaus ambitioniert und zeigt, wohin die Entwicklung geht. Auch beim Komfort hat sich etwas getan. Neue Matratzen sollen den Schlaf verbessern, dimmbares Licht sorgt für weniger Campingplatz-Charme und mehr Wohnzimmergefühl. Dazu kommen Details wie Ganzjahresreifen und ein adaptiver Tempomat, die den Flex 5 auch auf der Straße entspannter machen. Bilder von: Antilope Van Der Unterschied zwischen Flex 5 und Flex 5 Confort liegt vor allem im Fahrwerk und im Innenraum. Der Confort bringt ein Luftfahrwerk an der Hinterachse mit, was vor allem bei Beladung und auf langen Strecken einen Unterschied machen dürfte. Außerdem gibt es hier eine zweite Innenraumvariante mit heller Holzoptik, die den Van optisch deutlich wärmer wirken lässt. Das vielleicht größte Alleinstellungsmerkmal bleibt aber die Ausstattungspolitik. Statt endloser Optionslisten gibt es schlicht: alles drin. Metallic-Lack oder Automatikgetriebe sind die wenigen Ausnahmen. Der Rest ist serienmäßig an Bord, vom Fahrradträger bis zur Außendusche. Das macht die Konfiguration angenehm langweilig – und genau das ist hier ein Vorteil. Bilder von: Antilope Van Preislich bleibt der Flex 5 ebenfalls auf Kurs. 62.900 Euro für die Basis, 65.900 Euro für den Confort. Angesichts der umfangreichen Serienausstattung wirkt das fast schon altmodisch kalkuliert. Gerade in einer Klasse, in der Optionen schnell den Grundpreis sprengen, ist das ein erfrischend klarer Ansatz. Am Ende ist der Flex 5 kein Van für Designpreise oder Offroad-Abenteuer. Er ist ein Werkzeug für den Alltag mit Camping-Ambitionen. Und genau darin liegt seine Stärke. Weniger Show, mehr Substanz – das zieht sich durch das gesamte Konzept. Bilder von: Antilope Van Wer lieber elektrisch unterwegs ist, findet inzwischen ebenfalls Alternativen. Der Kia PV5 mit VanLab-Camping-Kit oder Studien wie der Hyundai Staria Camper zeigen, dass auch im E-Camper-Segment Bewegung reinkommt – wenn auch noch mit Einschränkungen bei Reichweite und Infrastruktur. Klassische Campervans bleiben trotzdem die Referenz. Modelle wie Mercedes Marco Polo, Ford Transit Nugget oder VW California Beach zeigen, wie breit das Segment inzwischen aufgestellt ist. Der Antilope Van Flex 5 reiht sich hier nicht als Lifestyle-Produkt ein, sondern als pragmatische Lösung – und trifft damit ziemlich genau den Nerv der Zeit.