Haben Sie genug von Crossovern und SUVs? Dann sind das hier womöglich gute Nachrichten: Die Stimmung könnte kippen. Laut Ralph Gilles, Designchef von Stellantis, fragen inzwischen wieder mehr Menschen nach Limousinen. Nicht nur die Traditionalisten in der Redaktion sagen: Das wurde auch Zeit. In einem Interview mit Car Design News (Abo erforderlich) sagte Gilles, er sei erschöpft von SUVs und für ihn sei „der SUV-Hype irgendwie gekommen und gegangen“. Stellantis verkauft derzeit in den USA zwei Limousinen – den Dodge Charger und die Alfa Romeo Giulia. Gilles meint: „Viele Menschen fragen nach Limousinen. Junge Designer wollen Kompaktmodelle wie einen GTI der 1980er. Sie wollen ein persönliches Auto, das Spaß macht, sich leicht fahren lässt und einfach zu parken ist. Das bringt uns dazu, über andere Fahrzeugformate neu nachzudenken.“ Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio Trotz der oft düsteren Prognosen für Limousinen gibt es weiterhin eine ganze Reihe an Angeboten. Allerdings hauptsächlich im Premium- und Luxussegment. Erschwingliche Optionen sind schwieriger zu finden. Ein weiterer Hinweis darauf, dass der Crossover-Boom seinem Ende entgegengehen könnte: Ausgerechnet Teenager. In einer aktuellen Umfrage von Escalent in den USA gaben 51 Prozent der befragten Jugendlichen an, sich später einmal in einer Limousine zu sehen. Demgegenüber standen 31 Prozent, die eher ein SUV wählen würden, und 14 Prozent, die sich einen Pick-up wünschten. Viele Jugendliche sind heute in Familien mit Crossovers und SUVs aufgewachsen – und wie Generationen vor ihnen wollen sie nicht so sein wie ihre Eltern. Der Trend zurück zur Limousine erscheint deshalb plausibel. Kombis und Vans haben in der Vergangenheit ähnliche Gegenreaktionen erlebt. Motor1 meint: Wir hoffen, dass aus dieser neuen Nachfrage mehr bezahlbare Limousinen entstehen. Crossover und SUVs dominieren den Markt seit Jahrzehnten – da überrascht es nicht, dass jüngere Käufer bewusst anders sein wollen.