Dacia arbeitet an einem neuen Elektro-Kleinwagen unterhalb des kommenden E-Sandero. Jetzt gibt es erste Erlkönigfotos des günstigen Stromers. Der neue Fünftürer basiert auf der AmpR-Small-Plattform der Renault-Gruppe und soll Ende 2026 auf den Markt kommen. Er ergänzt den Spring als zweites Elektro-Modell der Marke. Die Tarnung fällt noch recht grob aus, trotzdem zeigen die Bilder deutlich die Nähe zum neuen Renault Twingo. Vor allem die Seitenansicht erinnert stark an den kleinen Franzosen. Dachlinie und Fensterverlauf wirken nahezu identisch. Am C-Segment integriert Dacia jedoch ein eigenes Designelement, das die große Fläche optisch aufteilt und dem Auto mehr Eigenständigkeit gibt. Dieses Detail tauchte bereits im offiziellen Teaser auf. Bildergalerie: Dacia EV Einstiegsmodell (2027) Erlkönig Die Außenspiegel sitzen im vorderen Dreiecksfenster, genau wie beim Twingo. Dacia setzt auf klassische, nach außen ziehbare Türgriffe an allen vier Türen. Die Frontscheibe steht relativ flach, was den Verwandten aus dem Renault-Regal ebenfalls in Erinnerung ruft. Im Alltag dürfte das für eine gute Übersicht nach vorn sorgen und dem Innenraum ein luftiges Gefühl geben. Interessant ist der Unterschied zwischen Teaser und Erlkönig beim unteren Fensterverlauf. Während die Studie einen stark ansteigenden, fast gezackt gezeichneten Fensterausschnitt zeigte, wirkt die Serienversion deutlich ruhiger. Die Linie verläuft gerader, was den praktischen Charakter betont und die Karosserie klarer erscheinen lässt. Das passt zur Positionierung im Einstiegssegment ohne modische Experimente. An der Front geht Dacia optisch auf Distanz zum Twingo. Die Nase wirkt flacher und breiter, die Scheinwerfer sind eher rechteckig ausgeformt und tragen die typische Lichtsignatur der Marke. Die Motorhaube fällt weniger steil ab, was dem Auto optisch mehr Breite und ein robustes Auftreten verleiht. Im Stoßfänger sitzen voraussichtlich einfache Lufteinlässe und Sensoren für Assistenzsysteme. Das Heck folgt der gleichen Linie. Die Heckscheibe fällt relativ klein aus und sitzt über einer großen Klappe. Kleine, nahezu quadratische Rückleuchten prägen die Ansicht, ein kurzer Dachspoiler rundet das Profil ab. Die breite Ladekante und die einfache Form der Heckklappe deuten auf ein praxisorientiertes Layout hin. Der Fokus liegt offenbar auf Nutzwert und einfacher Produktion. Technisch nutzt der neue Dacia die AmpR-Small-Plattform, die auch Twingo sowie Renault 4 und 5 tragen. Damit ist klar, dass es sich um ein Modell für das untere Leistungs- und Preissegment handelt. Blickt man auf die bekannten Daten des Twingo, ergibt sich ein erster Rahmen: 27,5 kWh Batteriekapazität, bis zu 262 Kilometer WLTP-Reichweite, rund 60 kW Leistung und DC-Laden mit bis zu 50 kW. Im Vergleich zum Dacia Spring dürfte der Neue damit beim Laden und bei der Effizienz zulegen, während die Leistung in einem ähnlichen Bereich bleibt. Geplant ist eine Fahrzeuglänge von etwa 3,85 Metern, damit wächst der Dacia leicht über den Twingo hinaus. Im Innenraum sollen bis zu vier Personen Platz finden, das Kofferraumvolumen soll mehr als 300 Liter erreichen. Preislich plant Dacia mit einem Einstieg von rund 18.000 Euro. Damit würde der Stromer unter dem Twingo und knapp über dem Spring liegen. Das Modell schließt die Lücke im unteren Preissegment und könnte vor allem in Stadt und Umland Kunden ansprechen, die ein schlichtes, günstiges E-Auto suchen. Als möglicher Fertigungsstandort gilt das Renault-Werk Novo Mesto in Slowenien.