Auf der Mailänder Designwoche hat Hyundai den neuen Ioniq 3 präsentiert. Mit einer Länge von 4,16 Metern und einer Höhe von 1,51 Metern ordnet sich das Fahrzeug genau zwischen klassischen Kleinwagen und der Kompaktklasse ein. Optisch führt die als Fließhecklimousine konzipierte Karosserie das bekannte Design der Marke konsequent fort, inklusive der markenspezifischen Pixel-Lichtsignatur an der Front. Die aerodynamische Formgebung mit einem cW-Wert von nur 0,263 soll die Effizienz optimieren. Neues Bedienkonzept und Raumangebot Im Interieur verabschiedet sich Hyundai von der aus anderen Modellen bekannten Zwillingsbildschirm-Optik. Stattdessen debütiert das Bediensystem "Pleos-Connect". Dieses kombiniert ein kleines Instrumentendisplay direkt an der Windschutzscheibe mit einem großen zentralen Touchscreen, der je nach Ausstattung bis zu 14,6 Zoll misst. Das Platzangebot profitiert von einer weit nach hinten gezogenen Dachlinie. Der reguläre Kofferraum fasst 322 Liter. Ein Pluspunkt für den Nutzwert ist die sogenannte Megabox unter dem Ladeboden, die zusätzliche 119 Liter Stauraum bietet. Optional werten Vordersitze mit Sitzheizung und Belüftung, ein Bose-Audiosystem und eine Ambientebeleuchtung den Innenraum auf. Motoren, Reichweite und Ladezeiten Die technische Basis bildet die E-GMP-Plattform in einer 400-Volt-Auslegung mit Frontantrieb, wobei Akkus und Antriebe vom Kia EV2 übernommen werden. Zwei Versionen werden angeboten. Die Basisvariante leistet 108 kW (147 PS) und erzielt eine WLTP-Reichweite von 344 Kilometern. Das Modell mit der größeren Batterie kommt auf 100 kW (136 PS) und bietet eine Reichweite von bis zu 496 Kilometern. Die Ladedauer von 10 auf 80 Prozent beträgt an einer Schnellladesäule rund 30 Minuten. Bei der Ladegeschwindigkeit und auch beim Nachladen von Reichweite bietet der neue Hyundai keine herausragenden Werte, die aber für ein kleineres Fahrzeug wie den Ioniq 3 ausreichen dürften. Positiv hervorzuheben ist, dass Funktionen wie Plug & Charge, ein Elektro-Routenplaner sowie bidirektionales Laden (V2L) zur Ausstattung gehören. Assistenzsysteme wie ein Autobahnassistent und ein ferngesteuerter Parkassistent runden das Paket ab. Preise und Konkurrenz Produziert wird der in Europa entwickelte Hyundai Ioniq 3 in der Türkei. Der genaue Marktstart ist noch nicht bekannt. Die Konkurrenz bilden Fahrzeuge wie der Renault 4, der Ford Puma Gen-E oder der VW ID.3 Neo. Offizielle Preise fehlen noch, realistisch ist jedoch ein Einstiegspreis von rund 30.000 Euro, während die Langstrecken-Version bei etwa 35.000 Euro starten dürfte. Eine tiefergehende Analyse der Ladeperformance, technische Datentabellen und zahlreiche Bilder finden Sie im ausführlichen Vorstellungsbericht zum Hyundai Ioniq 3 auf InsideEVs.