Ein Verkaufsschlager ist der Genesis GV60 in Deutschland bisher nicht. Um sich hierzulande gegen die Konkurrenz von Audi, BMW und Mercedes besser zu behaupten, hat der koreanische Stromer nun ein Facelift erhalten. Die Koreaner haben vor allem bei Batterie und Verbrauch nachgebessert. Der neue 84-kWh-Akku ersetzt den Vorgänger mit 77 kWh. Gleichzeitig sinkt der Verbrauch auf 16,7 kWh pro 100 Kilometer. Damit bietet der Genesis GV60 nun eine Reichweite von bis zu 561 Kilometern. Die getestete Einstiegsversion Premium fährt mit Heckantrieb und 168 kW (229 PS) vor. Genesis GV60 (2025) im Test Genesis GV60 (2025) im Test Bilder von: InsideEVs.de Optisch wirkt das Facelift etwas edler als zuvor. Neue Stoßfänger und modifizierte Scheinwerfer ersetzen die ursprüngliche Robustheit des Designs. Im Innenraum verbinden sich die ehemals getrennten Bildschirme nun zu einem 27 Zoll großen Doppeldisplay. Die bekannte "Crystal Sphere" auf der Mittelkonsole bleibt als markantes Designelement erhalten. Die Verarbeitung überzeugt größtenteils, auch wenn unterhalb der Sichtlinie Hartplastik zum Einsatz kommt. Helle Innenraumfarben erwiesen sich im Test als schmutzanfällig. Sitzkomfort und Klimatisierung liegen hingegen auf einem hohen Niveau. Im Fond lässt sich die Rückenlehne verstellen, der Boden ist jedoch batteriebedingt recht hoch. Der Kofferraum fasst 432 bis 1.460 Liter. Trotz eines Gewichts von 2,05 Tonnen bietet der Genesis GV60 eine satte Straßenlage. Die Lenkung vermittelt gutes Feedback und selbst in der Basisversion reicht die Leistung für souveränen Vortrieb im Alltag völlig aus. Das Elektroauto nutzt weiterhin ein 800-Volt-System. Die Ladeleistung erreicht in der Spitze bis zu 240 kW. Im Test zeigte sich die Ladekurve stabil, auch wenn winterliche Bedingungen die absoluten Spitzenwerte etwas drückten. Features wie Vorkonditionierung und Wärmepumpe sind an Bord. Preislich startet der GV60 als RWD-Modell bei 57.680 Euro. Damit liegt er über den Konzernbrüdern Hyundai Ioniq 5 und Kia EV6, bietet aber eine Alternative zu teureren deutschen Premium-Modellen. Den ausführlichen Testbericht mit allen Eindrücken und Bildern finden Sie auf InsideEVs.de.