Der iDrive-Drehregler ist seit dem Debüt der 7er-Reihe (E65) im Jahr 2001 ein fester Bestandteil der BMW-Innenräume. Auch wenn er vor gut 25 Jahren erst einmal Unmengen an Verwirrung stiftete, mauserte er sich über die Jahre zum für viele besten Bediensystem, das diverse Nachahmer fand. Nun jedoch verschwindet er still und leise. Vielleicht ist es Ihnen entgangen, aber bei allen Kompaktmodellen der Münchner ist er bereits weggefallen. Hinzu kommt, dass man mit dem taufrischen Neue-Klasse-iX3 ein noch weiter reduziertes Armaturenbrett eingeführt hat – und damit dem Dreh-Drück-Steller endgültig den Garaus macht. Viele Kunden, Fans und Experten sind darüber nicht unbedingt begeistert, doch laut BMW ist das Verschwinden des klassischen Bedienelements kein Problem. Stephan Durach, seines Zeichens Senior Vice President für UI/UX-Entwicklung sagt, erste Rückmeldungen von Testern des neuen iDrive X deuteten darauf hin, dass der Drehregler überhaupt nicht vermisst werde. Durach sagte TechRadar auf der CES 2026 in Las Vegas, dass Nutzer, die das neue Infotainmentsystem im iX3 ausprobiert haben, BMW nicht darum bitten, zum alten Bedienkonzept zurückzukehren.. „Nachdem sie die Technik genutzt haben, hat nicht eine einzige Person darum gebeten, dass wir zum physischen Drehregler zurückkehren.“ BMW 7er Reihe von 2001 mit dem ersten iDrive Wie die meisten Autobauer beharrt auch BMW darauf, dass weniger mehr ist, und bündelt den Zugriff auf die meisten Funktionen im Touchscreen. Ob dahinter Design-Minimalismus oder Kostensenkung steckt, werden wir wohl nie genau erfahren. Sicher ist: iDrive X steht für eine nahende Zukunft, in der BMW-Cockpits von einem zentralen Bildschirm dominiert werden. Sie sollten sich besser an die neue Benutzeroberfläche gewöhnen, denn sie wird früher oder später auch in Ihrem Lieblings-BMW Einzug halten. iDrive X wird bis Ende nächsten Jahres in 40 neuen oder überarbeiteten Modellen verfügbar sein. Langfristig werden alle BMW auf das Infotainmentsystem der nächsten Generation umgestellt – mit Ausnahme der Baureihen, die kurz vor dem Auslaufen stehen. Relevante Beispiele sind der X4, der Z4 und die 8er-Reihe, von denen es keine direkten Nachfolger geben wird. Über das Aus für den klassischen iDrive-Controller hinaus glaubt der bayerische Premiumhersteller aus einem weiteren Grund, dass herkömmliche Bedienelemente an Bedeutung verlieren. BMW behauptet, der nächste Sprachassistent, der auf Amazon Alexa+ basiert, ermögliche eine deutlich menschlichere Interaktion und mache Gespräche beim Verändern von Einstellungen intuitiver. Die wenigen verbleibenden physischen Bedienelemente im BMW iX3 des Modelljahres 2027 Motor1-Einschätzung: Wir werden den iDrive-Drehknopf und die physischen Tasten, mit denen man häufig genutzte Funktionen schnell erreichen konnte, definitiv vermissen. In dem unerbittlichen Bestreben, die Innenräume zu entrümpeln und vollständig zu digitalisieren, hat BMW zudem die Möglichkeit gestrichen, den Luftstrom über mechanische Schieberegler an den Lüftungsdüsen zu steuern – auch diese Funktion ist nun in den Touchscreen gewandert. Dieses Manko, das zuerst beim iX und nun beim iX3 auftritt, dürfte vielen von uns, die ein gewisses Alter erreicht haben und „altmodische“ Bedienelemente bevorzugen, sauer aufstoßen. Uns ist klar, dass Bildschirme in den heutigen, technikgeladenen Fahrzeugen unverzichtbar sind. Für jede einzelne Funktion eine physische Taste vorzusehen, ist völlig unrealistisch und würde die Cockpits aussehen lassen wie das eines Flugzeugs. Das andere Extrem ist jedoch genauso Fehl am Platz. Die Abhängigkeit von Touch-Eingaben zu verringern, indem man für einige zentrale Funktionen physische Schnellzugriffe anbietet, würde sowohl die Smartphone-Generation als auch ältere Fahrer zufriedenstellen. Am Ende kommt es auf die richtige Balance an …