Ford wollte es schon damals nicht auf sich sitzen lassen, als die Chevrolet Corvette ZR1 und ZR1X dem Mustang GTD den Titel als schnellstes US-Auto auf der Nordschleife abnahm. Kampfeslustig ließ man sinngemäß verlauten: "Game On"! Offenbar hat die nächste Runde des Duells schon Anfang der letzten Woche stattgefunden. Zumindest suggeriert ein Video, dass Ford mit seinem Mustang GTD an den Austragungsort für einen weiteren Rekordversuch auf die Traditionsstrecke zurückgekehrt sei. Und tatsächlich sieht es so aus, als habe Ford geliefert. Das Video stammt vom YouTube-Kanal Statesidesupercars. Behauptet wird: der GTD habe seine Zeit um zehn Sekunden verbessert und die Nordschleife in 6:41,74 Minuten umrundet. Bildergalerie: Ford Mustang GTD (2025) im Test Sollte diese Zeit stimmen, wäre der GTD schneller als die ZR1X, die laut Angabe in 6:49,275 Minuten über die Runde ging. Der bisherige GTD-Rekord lag bei 6:52,072 Minuten – erzielt nach einem ersten Versuch von 6:57,685 Minuten. Die gemessenen Zeiten könnten je nach Bedingungen und aufgrund der eingeschränkten Sicht im Video um etwa eine Sekunde abweichen – doch selbst mit dieser Unsicherheit würde der Mustang vorne liegen. Laut Videobeschreibung setzte Ford offenbar eine weiterentwickelte Version des GTD ein – möglicherweise eine Art GTD Evo – mit optimierter Aerodynamik. Der GTD ist Fords ultimative Mustang-Ausbaustufe. Unter der Haube arbeitet ein aufgeladener 5,2-Liter-V8 mit 814 PS (599 kW) und 900 Nm; der Preis liegt bei über 359.000 Euro. Wie sich die Kiste fährt, hat mein lieber Kollege Christopher Otto im letzten Jahr erfahren dürfen. Es handelt sich um Fords straßenzugelassene Version des eigenen GT3-Rennwagens. An Bord sind unter anderem eine semiaktive hintere Inboard-Pushrod-Aufhängung (durch die hintere Trennwand sichtbar), eine Kardanwelle aus Carbon, ein Achtgang-Doppelkupplungs-Transaxle-Getriebe sowie eine nahezu perfekte 50:50-Gewichtsverteilung. Dieses Duell zwischen Chevrolet und Ford um den Titel des schnellsten US-Autos auf der Nordschleife zuzuschauen, macht schon Spaß. Es erinnert zuweilen auch an das Duell zwischen Koenigsegg und Rimac. Langfristig dürfte eine solche Fede sogar aufgewertete Produkte hervorbringen, wenn zwei Autohersteller sich gegenseitig anstacheln, um noch das letzte Quäntchen Performance aus ihren Supersportlern herauszukitzeln.