.Ford legt auf der Nordschleife nach. Der neue Mustang GTD Competition hat die Grüne Hölle in 6:40,835 Minuten umrundet und sich damit rechtzeitig zum 62. Geburtstag der Baureihe einen prominenten Platz in den Bestenlisten gesichert. Weniger als ein Jahr nach dem ersten Unterbieten der Sieben-Minuten-Marke mit dem Mustang GTD schiebt Ford nun die Competition-Version nach. Gefahren von Werksfahrer Dirk Müller markiert die Zeit die bisher schnellste Runde eines Mustang auf der Nordschleife und platziert den GTD Competition auf Rang sechs der Vorserien- und Prototypenwertung. Ford betont den Technologietransfer aus dem Rennsport. Der 5,2 Liter große V8 mit Kompressor erhält Hardware-Updates und aggressive Abstimmungen. Die Marke peilt eine Leistung jenseits der bereits angekündigten 826 PS des regulären GTD an. Dazu kommen neue Hochleistungsreifen, ein überarbeitetes Dämpfersystem und Magnesium-Räder, die das Gewicht weiter senken. Auch die Aerodynamik rückt Ford in den Fokus. Basierend auf dem bekannten DRS-System erhält der Mustang GTD Competition modifizierte Heckflügel, zusätzliche vordere Leitflächen und geschlossene Carbon-Aero-Discs an den Hinterrädern. Ziel bleibt mehr Abtrieb ohne spürbare Einbußen bei Effizienz und Luftwiderstand. Auf der Nordschleife zählt jeder km/h mehr Tempo in den schnellen Passagen. Die neue Bestzeit unterbietet den bisherigen Wert des Mustang GTD in der Produktionsklasse um mehr als elf Sekunden. Ford verweist außerdem auf den Ford GT Mk IV, der nur zwei Wochen zuvor ebenfalls eine Topzeit für eine US-Marke auf dem Ring setzte. Das Werk hält damit nach eigenen Angaben die beiden schnellsten Nordschleifen-Runden eines amerikanischen Herstellers. Hinter den Zahlen steht laut Ford ein kleines Kernteam, das viel Freizeit in das Projekt gesteckt hat. Neben Profi Dirk Müller saß auch Ford-Renningenieur Steve Thompson am Steuer. Er umrundete den Ring im GTD Competition in 6:49,337 Minuten und blieb damit deutlich unter früheren Mustang-Bestwerten. Für die Serie soll diese Entwicklung direkt in das Straßenfahrzeug einfließen. Parallel zum Technikfokus wächst auf der Nordschleife der Rekord-Wahn der Hersteller. Ob Hypercar, Limousine oder SUV, fast jede Marke jagt inzwischen eine Bestzeit in irgendeiner Klasse. Die Einträge unterscheiden sich jedoch stark bei Reifen, Aero-Paketen und dem Status der Fahrzeuge. Vergleichbarkeit entsteht selten, Aufmerksamkeit in den Schlagzeilen dagegen fast immer. Ford spielt dieses Spiel nun offensiv mit, beschränkt den Mustang GTD Competition aber auf Nordamerika. Das Modell erscheint als streng limitiertes Sondermodell mit Seriennummer. Für den deutschen Markt ist keine Homologation geplant. Wer die neue Rekordrunde erleben möchte, bleibt vorerst auf Onboard-Videos und Trackday-Träume angewiesen. Wir sind den Mustang GTD übrigens auch schon auf der rennstrecke und im Alltag gefahren. Unsere Eindrücke finden Sie HIER.